Pettstadt
Sicherheit

Mehr Platz für die Pettstadter Feuerwehr

Die Pettstadter Brandchützer bekommen einen Erweiterungsbau für ihr Gerätehaus.
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Auf dem freien Grundstück rechts soll das Feuerwehrgerätehaus von  Pettstadt einen Anbau erhalten. Es wird mit  Kosten von 1,2 Millionen  Euro gerechnet. Werner Baier
Auf dem freien Grundstück rechts soll das Feuerwehrgerätehaus von Pettstadt einen Anbau erhalten. Es wird mit  Kosten von 1,2 Millionen Euro gerechnet. Werner Baier

Kämmerer Roland Hack hatte in den mittelfristigen Finanzplan 600 000 Euro eingestellt, aber das reicht bei weitem nicht: 1,2 Millionen Euro wird die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses an der Ohmstraße die Pettstadter kosten, schätzt Ingenieur Markus Kühhorn.

Dabei will er sich noch gar nicht festlegen: Kostenschätzungen auf dem Bausektor seien mit einem Lottospiel vergleichbar, ließ er anklingen. Weil aber die Freiwillige Feuerwehr Pettstadt dringend mehr Platz für Fahrzeug, separate Umkleiden usw. benötigt und Kredite fast nichts kosten, willigte der Gemeinderat in das Projekt ein. Auch falls es dafür nur ein paar Zehntausend Euro Zuschuss geben sollte: Nach der Schule kommt die Feuerwehr an die Reihe.

Garage und Mannschaftstrakt

Das vorhandene Gerätehaus soll nach den Plänen der Ingenieurgemeinschaft Kistner/Kühhorn auf der Westseite einen Anbau mit einer Großgarage sowie einem Mannschaftstrakt bekommen, der gleich für eine spätere Aufstockung vorbereitet wird.

Die Ortsfeuerwehr werde inzwischen fast einmal pro Woche angefordert, wegen der nahen B 505 häufig zu Einsätzen nach Verkehrsunfällen, informierte Bürgermeister Jochen Hack FWG). Wegen steigender Anforderungen müssten immer mehr Schulungen durchgeführt und die freiwillige Feuerwehr entsprechend ausgerüstet werden. Da der Feuerwehr auch Frauen angehören, sind getrennte Umkleide- und Sanitärräume bereitzuhalten, erklärte der Pettstadter Bürgermeister weiter.

Gas geben beim Verfahren

Markus Kühhorn wurde beauftragt, eingabefähige Pläne zu fertigen, um über den Winter das Genehmigungs- und Zuschussverfahren abzuwickeln. 2020 soll dann zumindest schon mit dem Bau begonnen werden. Bürgermeister Hack versicherte, dass die Gemeindearbeiter gemäß ihren beruflichen Qualifikationen eingesetzt werden, um Baukosten zu senken.

Von den ohnehin stark beanspruchten Mitgliedern der Feuerwehr sei - anders als in früheren Jahren - kaum noch Eigenleistung beim Erweiterungsbau zu erwarten.

Mit dem Feuerwehrvorstand ist inzwischen abgesprochen worden, dass die Volkshochschule weiterhin an den Vormittagen den Schulungsraum im Feuerwehrgerätehaus nutzen darf. Im Übrigen bleibt das Gebäude nach dem Auszug des Musik- und Gesangvereins der Ortsfeuerwehr vorbehalten.

Kurz aus dem Gemeinderat Übertragung Auf erhebliche Bedenken stieß der Antrag der CSU-Fraktion, im Interesse einer höheren Transparenz Bürgerversammlungen künftig im Internet zu übertragen. Sachbearbeiter Michael Schönhofer hatte sich dazu Rat vom Datenschutzbeauftragten des Landkreises eingeholt. Demnach wäre ein solcher Livestream nicht ausgeschlossen, aber wenn nur ein Besucher der Veranstaltung gegen die Übertragung wäre und sein Recht am eigenen Bild geltend machen würde, wäre die ganze technische Vorbereitung vergebene Mühe gewesen.

Da aber in einigen Gemeinden Bayerns doch solche Übertragungen stattfinden, will sich die Verwaltung näher erkundigen, was möglich ist. Alexander Hummel fand Zustimmung dafür, dass vorläufig zumindest die Power-Point-Präsentation des Rechenschaftsberichts von Bürgermeister Hack auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht wird.

Kommunalwahl Zum Gemeindewahlleiter bei der Kommunalwahl 2020 bestimmte der Gemeinderat Verwaltungsangestellten Michael Schönhofer, sein Stellvertreter soll Gerd Reichert sein, der mit Blick auf den nahenden Ruhestand gern den Nachwuchs zum Zug kommen lässt.

Straßennamen Ortsbezogene Namen sollen die Straßen im künftigen Neubaugebiet "Obere Lehenteile" bekommen. Der Gemeinderat verständigte sich auf: Am Steigerwald, Im Jurablick, Am Fuchsschlag und Fasanenweg.

Bauleitplanung Bürgermeister Jochen Hack teilte mit, dass bei einer Verhandlung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof der Bebauungs- und Grünordnungsplan für die Hopfengärten als "unwirksam" beurteilt worden sei. Der Gemeinde sei aufgetragen worden, einige Nachbesserungen vorzunehmen.

Ein Nachbar des Baugebiets, in dem senioren- und behindertengerechte Wohnungen sowie ein Bürgerhaus mit Bibliothek entstehen sollen, hatte eine Normenkontrollklage erhoben. Die vom Nachbarn angestrengten Bürgerentscheide waren zugunsten des Projekts ausgefallen. Es liegt wegen der Beschreitung des Klagewegs seit Jahren auf Eis.wb

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