Steppach
Bürgerversammlung

Mehr Hindernis als Absicherung - Beschwerde über Radweg in Steppach

Die Gemeinde Pommersfelden sucht eine neue Lösung für den Geh- und Radweg am Bahnübergang Steppach.
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Am Bahnübergang Steppach mündet der Radweg in eine Umlaufsperre. Foto: Evi Seeger
Am Bahnübergang Steppach mündet der Radweg in eine Umlaufsperre. Foto: Evi Seeger

Die Umlaufsperre am Bahnübergang in Steppach, da wo der Geh- und Radweg auf die Bahngleise trifft, ärgert manchen Radfahrer. Ein passionierter Radler aus Pommersfelden machte in der Bürgerversammlung deutlich, dass diese Sperre Radfahrern, insbesondere mit Anhänger, Kinderwägen und Rollstuhlfahrern Schwierigkeiten bereitet. Vom Fahrradclub hatte der Pommersfeldener die Auskunft erhalten, dass es auch andere Lösungen gebe. In der Sitzung beschäftigten sich die Räte mit dem Thema aus der Bürgerversammlung und den ungeliebten Schranken.

Um es vorweg zu nehmen - die Bahnstrecke Frensdorf-Schlüsselfeld wird im Normalfall einmal täglich (hin und zurück) von einem Güterzug befahren. Der Zug befördert Drahtrollen zu einem Schlüsselfelder Unternehmen. Die Geschwindigkeit des Zuges ist extrem langsam. In der Sitzung war von zehn Stundenkilometern die Rede. Einmal hält der Güterzug sogar, weil die Signalanlage an der Staatsstraße per Hand geschaltet werden muss.

Strikte Vorgaben

Bereits beim Bau des Geh- und Radwegs zwischen Pommersfelden und Steppach hat der Übergang über die Gleise die Gemeinde sehr beschäftigt. Bevor die Regierung von Mittelfranken per Bescheid ihre Zustimmung gab, waren strikte Vorgaben einzuhalten. Jetzt hat Bürgermeister Hans Beck mit Verantwortlichen der Bayerischen Regionaleisenbahn über die Umlaufsperre gesprochen. Der Gemeinde wurde vorgeschlagen, durch die Gesellschaft für Bahnentwicklung und -beratung eine Sicherheitsbetrachtung mit Lösungsvarianten in Auftrag zu geben. In der Sitzung lag bereits ein Angebot mit einer Summe von knapp 3000 Euro vor. Dafür sollte eine Analyse des Ist-Zustands und die Erarbeitung von Lösungen samt einer Vorzugsvariante erstellt werden.

Das Angebot löste im Gremium eine lebhafte Diskussion aus. Die Prüfung sei wohl eine Art Gutachten, meinte Gerd Dallner (FWG). "Die Bahn prüft ihre eigenen Vorschriften und dafür sollen wir zahlen." Ob dieses Fachbüro "zur Bahn gehört oder nicht", wusste auch von der Gemeindeverwaltung niemand zu sagen. Bürgermeister Beck glaubt, die Regionaleisenbahn wolle sich durch diese Prüfung absichern.

Kontakt aufnehmen

Im Beschluss wurde dann festgelegt, dass die Gemeindeverwaltung mit der Gesellschaft für Bahnentwicklung, der Bayerischen Regionaleisenbahn und der Regierung von Mittelfranken Kontakt aufnehmen soll.

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