Sambach
Bauernhof

Max frisch verpackt zum Mitnehmen

Informationen rund um die Landwirtschaft gab es am Sonntag in Sambach. Jäger, Imker, Teichwirte und Christbaumzüchter standen Rede und Antwort. Auf dem Gumbrecht-Hof erhielten die Tiere Streicheleinheiten.
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Die "Stars" waren die Tiere. Dagegen kam die Führungscrew des Bayerischen Bauernverbands nicht an. Am Weg zwischen Wind und Wingersdorf waren beim "Tag des offenen Hofes", den der Kreisverband des Bayerischen Bauerverband ausrichtete, Infostände und landwirtschaftliche Maschinen aufgereiht. Viel Wissenswertes über die Landwirtschaft und die zugehörigen Fachbetriebe und Verbände gab es zu erfahren. Aber auf dem Sambacher Geflügel- und Straußenhof von Bernhard Gumbrecht gab es Tiere. Und nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Anfassen und Streicheln.

Für die BBV-Kreis-, Bezirks- und Landesbäuerin Anneliese Göller war es praktisch ein Heimspiel. Zusammen mit Kreisobmann Edgar Böhmer, BBV-Kreisgeschäftsführer Werner Nützel, Bürgermeister Hans Beck sowie der Aischgründer Karpfenkönigin Nina I. und mehreren Teichwirten eröffnete sie die Veranstaltung am Karpfenteich. Die Kreisbäuerin stellte zudem Luisa Wiesneth aus Sambach vor, die als "beste Müllerin Deutschlands" aus dem Berufswettbewerb hervorgegangen ist.


Karpfenkönigin Nina I.

"Wir wollen über die in der Region angebauten Kulturen informieren, damit die Bevölkerung die Landwirtschaft besser kennenlernt und Akzeptanz zeigt", betonte die Kreisbäuerin. Karpfenkönigin Nina I. erzählte, dass Teiche und Karpfenzucht gut 1200 Jahre alt seien und einst von Mönchen angelegt wurden. "Der Karpfen, eigentlich eine Fastenspeise, ist so in Form gezüchtet worden, dass er auf einen Teller passt."

An Infoständen des Bauernverbands, des Landwirtschaftsamtes, der Getreideerzeuger, Imker, des Jagdverbandes und anderen mehr konnten sich die Verbraucher über Herkunft und Produktion der Erzeugnisse informieren. Nur schade, dass sich die "Blühstreifen" entlang der Felder noch nicht entfaltet hatten. In wenigen Wochen sollen sie sich nach den Worten der Kreisbäuerin als blühende Pracht in der Landschaft zeigen.


Spaß für Familien und Kinder

Für Johannes Brehm, der mit einem Stand des Bayerischen Jagdverbands vertreten war, ist eines klar: "Entscheidend für die Umwelt sind die in der Natur aktiven Menschen und Gruppen." Land-, Teich- und Forstwirte, Imker und Jäger würden sich ständig weiterbilden und seien daher "top qualifiziert".

Spaß gab es für Familien und Kinder: Wie man mit eigener Kraft aus Körnern Mehl mahlen kann, konnte ausprobiert werden. Bei den Christbaumerzeugern konnten Eltern ihre Kinder einfach einpacken und mitnehmen.

Auf dem Geflügel- und Straußenhof Gumbrecht war am frühen Nachmittag kaum noch ein Durchkommen. Nicht nur der Sitzbereich war voll, denn dort gab es traditionell fränkische Spezialitäten. Ständig umlagert waren die vielen Volieren, Käfige, Brutkästen und Ställe mit Hühnern, Küken, Enten, Gänsen, Straußen, Kaninchen und sogar mit ganz jungen Kätzchen. Die meisten Bewunderer waren natürlich Familien mit Kindern. So ein wollig weiches Küken in die Hand zu nehmen, war für viele ein Erlebnis. Noch viel mehr vielleicht, zuzusehen, wie aus einem Ei ein Küken schlüpft.
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