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Zölibat

Lockerung bei Zölibat: Bamberger Erzbischof will mehr katholische Priester von der Pflicht der Ehelosigkeit befreien

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick kann sich Lockerungen in Sachen Zölibat vorstellen. Die Ehelosigkeit katholischer Priester betrachtet er aber zugleich auch als Geschenk.
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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick kann sich Lockerungen bei der Ehelosigkeit katholischer Priester vorstellen. Symbolfoto: Pixabay
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick kann sich Lockerungen bei der Ehelosigkeit katholischer Priester vorstellen. Symbolfoto: Pixabay

Katholische Kirche: Bamberger Erzbischof hält Lockerung bei Zölibat für möglich. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick kann sich Lockerungen bei der Ehelosigkeit katholischer Priester vorstellen. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Erzbischof Schick: Zölibat ist großes Geschenk

"Man kann meines Erachtens mehr von der Möglichkeit Gebrauch machen, in Ehe, Familie und Beruf bewährten Männern eine Befreiung vom Zölibat zu erteilen", sagte Schick dem Bistumsmagazin "Leben". Diese sogenannte Dispens (Ausnahmeerlaubnis) sei ja bereits möglich bei verheirateten, evangelischen Pfarrern, die katholisch werden.

Der Geistliche betonte aber zugleich, der Zölibat sei "ein großes Geschenk und hat hervorragende Heilige, Missionare und Seelsorger hervorgebracht, auch heute". Der Wert des ehelosen Lebens im priesterlichen Dienst dürfe nicht geringgeschätzt werden. "Ebenso wenig wie der priesterliche Dienst verheirateter Männer, die wir in den katholischen Ostkirchen und auch bei uns haben", betonte Schick.

CSU-Politikerinnen wollen katholische Priesterinnen

Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Staatsministerin Dorothee Bär (beide CSU) haben sich in der Vergangenheit für ein Ende des Zölibats und die Weihe katholischer Priesterinnen ausgesprochen. "Wir müssen das Potenzial erschließen sowohl der Frauen - als auch der Männer, die nicht zölibatär leben wollen", hatte die Katholikin Aigner im Mai dem "Münchner Merkur" gesagt. Bär, ebenfalls katholisch, sagte vor zwei Monaten in der "Rheinischen Post": "Ich fände es wichtig, wenn da Öffnungen stattfinden, weil das zu einer ganz anderen Pluralität innerhalb unserer Kirche führen würde." Sie halte auch nichts davon, dass Geschiedene nicht zur Kommunion dürfen.

Auch ein fränkisches "Skandalpaar" kämpft für die Öffnung des Zölibats. Als sich Edith und Waldemar Wolf ineinander verliebten, begann ein Versteckspiel. Denn für den Priester aus dem Bistum Würzburg war diese Liebe verboten.

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