Geisfeld
Verkehr

Leserbrief: Ortsumgehungsstraßen in Geisfeld sind alternativlos

Die Gruppierung "Pro Durchgangsverkehr" ist nichts anderes als ein schlechtes Schauspiel von Opportunisten höchsten Grades, meint unser Leser Herbert Linz aus Geisfeld. Seinen Leserbrief zum Thema Geisfelder Umgebung finden Sie hier.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bereits im Prospekt zur 1979 begonnen Flurbereinigung sind die Umgehungsstraßen zu sehen. Die Planung hat sich nur geringfügig verändert wurde aber in mehr als 30 Jahren nicht realisiert. Foto: Hans Kurz
Bereits im Prospekt zur 1979 begonnen Flurbereinigung sind die Umgehungsstraßen zu sehen. Die Planung hat sich nur geringfügig verändert wurde aber in mehr als 30 Jahren nicht realisiert. Foto: Hans Kurz
Zum Artikel "Alternativen zur Geisfelder Umgehung sind rar" vom 05. Dezember.2014

Seit 47 Jahren bin ich Bürger in Geisfeld. Davon habe ich 37 Jahre in der Schulstr. 9 in Geisfeld (Nähe des Kindergartens) gewohnt, weit weg von den Durchgangsstraßen Geisfelds. Im Jahr 1996 habe ich einen Bauplatz in der Kohlstatt 6 in Geisfeld erworben, gegenüber dem Fußballplatz und damit direkt an der Staatsstraße Geisfeld - Leesten. Beim Kauf war mir das vorhandene Verkehrsaufkommen bewusst. Mir war aber auch bewusst, dass im Zuge der Flurbereinigung bereits Umgehungsstraßen geplant und die erforderlichen Abtretungen getätigt sind.
Der damalige Bürgermeister gab mir zu verstehen, dass es durchaus 15 bis 20 Jahre dauern kann, bis sich hier etwas bewegt. Mit dieser Einschätzung ist er richtig gelegen, nach 18 Jahren wird das Thema wieder aktuell. Somit habe ich die Bürgerversammlung am 04.12.2014 genutzt, um zu hören wie der aktuelle Stand bezüglich der Umgehung ist.

Mit dem guten Willen der demokratischen Meinungsfindung bin ich bei dieser Versammlung erschienen, um auch die Argumente der "Pro Geisfeld"-Gruppierung (im Weiteren nur noch "Pro Durchgangsverkehr" genannt, da "Pro Geisfeld" sehr anmaßend ist und suggeriert, dass alle Geisfelder dieser Gruppierung wohlwollend gegenüber stehen) in meine persönliche Entscheidungsfindung mit einzubeziehen.

Wie auch der Redakteur des Berichtes, Hans Kurz, treffend schreibt, blieb die Gruppierung "Pro Durchgangsverkehr" jegliche Antwort schuldig, wie die Verkehrsberuhigung ohne Umgehungsstraßen umgesetzt werden kann.

Wenn sich die Repräsentanten von "Pro Durchgangsverkehr" auch noch an Modellversuchen (in sehr schlichter Art) der Straßenführung probieren, muss das für viele anwesende Mitbürger wie Hohn geklungen haben. Passend dazu sind noch die vielen argumentativen "Nebelbomben" der "Pro Durchgangsverkehr"-Initiative zu bewerten, welche nur auf Zeitgewinn ausgelegt sind und jeglicher fundierten Grundlage entbehren.

Zugute halten muss man der "Pro Durchgangsverkehr"-Gruppierung, dass sie Lobbyarbeit betreibt und dadurch Gehör bei den Mandatsträgern gefunden hat. Jedoch erscheint es mir so, dass hier weniger seriöse Lobbyarbeit betrieben wird, sondern das Ganze eher einem Anbiedern gleicht, was den Gemeinderatsmitgliedern die eigentliche Arbeit nicht erleichtern wird. Daraus ableitend und mit einigen Vorkommnissen aus der Vergangenheit unterlegt, muss ich hier eindeutig das persönliche Interesse einzelner Bürger als einzigen Beweggrund nennen. Dies alleine ist erst einmal nicht verwerflich, sondern menschlich. Allerdings sollten solche Menschen dann auch dazu stehen und nicht unter dem "Deckmantel" der Ökologie, der Kosten und anderer hanebüchener Argumente agieren.

Die Gruppierung "Pro Durchgangsverkehr" ist nichts anderes als ein schlechtes Schauspiel von Opportunisten höchsten Grades. Sie wollen Zeit durch eine "Nebelwerfertaktik" gewinnen, um damit die einmalige Gelegenheit der Finanzierung und Umsetzung der alternativlosen Maßnahme "Umgehung" zu verhindern.

Dem auf sachlichen Fakten beruhenden Bericht des Redakteurs Hans Kurz ist nichts mehr hinzuzufügen. Alternativen zur Umgehung gibt es nicht, die Finanzierung ist geklärt, die Belastung für die Gemeinde in einem überschaubaren Rahmen für ein Projekt dieser Größenordnung. Durch die Realisierung der Umgehungsstraßen wird es für alle Bewohner Geisfelds zu einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität kommen. Zudem wird sich innerorts das Straßenbild positiv verändern, damit einhergehend die Zukunftsperspektiven des Ortes nachhaltig verbessern.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren