Als ich vor zwei Jahren plante, in den Ruhestand zu gehen, habe ich nicht wissen können, dass nunmehr zwei Enkel auf mich warten, um die ich mich gerne mehr kümmern möchte", freut sich Michael Beck. Doch ein bisschen Wehmut schwingt mit zum Abschied. So sind Umbau und Sanierung der Berufsschule II in der Dr.-von-Schmitt-Straße nicht wie geplant zum Schuljahresende fertig geworden. "Mein Ziel war es, einen fertigen Bau zu hinterlassen. Aber manchmal kommt es eben doch anders, als man denkt", bedauert der 63-jährige Berufsschullehrer. Aufgrund von verzögerten Innenausbauarbeiten verschiebt sich der Bauabschluss in den Herbst bzw. Winter dieses Jahres.

Als Michael Beck 2007 von der Berufsschule I zum Schulleiter der Berufsschule II bestellt wurde, stand im Mittelpunkt seiner Tätigkeit die Generalsanierung der beiden Berufsschulen II und III. "Ich werde daher wohl als Bau-Schulleiter in die Geschichte eingehen. Denn fast 40 Prozent meiner Dienstzeit war ich mit der Sanierung beschäftigt", erinnert sich der Pädagoge. Für den eigentlichen Unterricht blieben nur noch vier Stunden in der Woche. Und dabei ist Beck Lehrer mit Leib und Seele. "Ich habe in den fast 40 Jahren meiner Zeit als Lehrer keinen einzigen Verweis verteilen müssen", betont er. So habe er nicht nur stets ein gutes Verhältnis zu seinen Schülern und offenes ein Ohr für sie gehabt, sondern er habe seinen Beruf immer auch als Hobby aufgefasst und mit viel Freude und Spaß unterrichtet. "Natürlich stand meine Tür auch immer allen Kollegen, Eltern oder unseren Wirtschaftspartnern offen."

Michael Beck kennt übrigens die Bamberger Berufsschule von beiden Seiten. Er besuchte während seiner Ausbildung zum Schlosser von 1965 bis 1968 die Bamberger Berufsaufbauschule. Nach seiner Berufsausbildung, der Weiterbildung zum Ingenieur und seinem Wehrdienst beschloss er, den Lehrberuf zu ergreifen. "1977 legte ich meine zweite Staatsprüfung für das Höhere Lehramt an beruflichen Schulen ab und wurde der Bamberger Berufsschule zugeteilt", berichtet er. Er unterrichtete dann bis 2007 an der Berufsschule I in den Fächern Metall und Sozialkunde, ehe er an der Berufsschule II die Nachfolge von Studiendirektor Werner Fiedler antrat.
"Jetzt jedoch freue ich mich auf meinen baldigen Ruhestand. Dann kann ich mich meiner Gartenarbeit ausgiebig widmen, mit meiner Frau auf Reisen gehen und mich um meine Enkel kümmern."