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Mühlendorf
Landtagswahl

Landtagskandidatin Verena Scheer (FW): Mit Freundlichkeit geht's leichter

Die 29-jährige Verena Scheer aus Mühlendorf tritt als Direktkandidatin der Freien Wähler im Stimmkreis 401, Bamberg-Land, an. Die Erfahrung als Dirigentin und Lehrerin sind für ein politisches Amt hilfreich, meint sie.
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Von der Altenburg aus in Bamberg hat Verena Scheer einen Teil des Landkreises im Blick. Foto: Ronald Rinklef
Von der Altenburg aus in Bamberg hat Verena Scheer einen Teil des Landkreises im Blick. Foto: Ronald Rinklef

Landkreis BambergVerena Scheer will hoch hinaus: Auf die Altenburg, ihrem Lieblingsort in der Region. Weil sie diese von hier aus gut im Blick hat: ihre Heimatgemeinde Stegaurach, Mühlendorf, wo sie lebt, und bei gutem Wetter auch Ebrach, wo die Realschullehrerin mit den Fächern Musik und Religion mit dem neuen Schuljahr ihre Stelle angetreten hat. Sie kommt einfach gerne zu diesem Bamberger Wahrzeichen.

In Bamberg hat die Stegauracherin das Clavius-Gymnasium besucht, in der Domstadt hat sie auch studiert. Bis vor kurzem war sie nach dem zweiten Staatsexamen ein Jahr lang für die Erzdiözese Religionslehrerin. Jedenfalls ist sie froh, in der Heimat arbeiten zu dürfen.Und dabei greift sie doch nach geografisch ferneren Zielen - dem Landtag in München.

 

 

In der Jugend begonnen

Schon als Jugendliche hat Verena Scheer bei Veranstaltungen der Freien Wähler mitgeholfen. Sie nennt hier den "Tag des Tieres", der ihr immer sehr gut gefallen hat. Sie habe wohl irgendwie auch deswegen mitgemacht, weil sich ihre Mutter Margot seit Mitte der 90er für die Freien Wähler engagiert und seit 2014 im Stegauracher Gemeindeparlament vertritt. Vor vier Jahren hat sich Verena Scheer für den Kreistag aufstellen lassen, es damals aber nicht geschafft. Was sie nicht als Nachteil sieht. Sie sei schließlich jung und die politische Karriere am Anfang. Immerhin habe sie es unter die erste Hälfte der 60 Plätze geschafft.

Als Erfolg wertet sie die Kür zur Landtagskandidatin. Sie ist auf Platz sieben der Liste und rechnet sich angesichts der Prognosen derzeit damit ganz gute Chancen für den Sprung ins Maximilianeum aus. Dort möchte sie für die Region etwas in Sachen ÖPNV bewegen, eine bessere und den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechende Bus-Taktung wäre ein Ziel. Ebenso der Abbau von Bürokratie etwa bei Veranstaltungen. Als stellvertretende Dirigentin der Mühlendorfer Blasmusik bekommt Verena Scheer die Auswirkungen zu spüren. Als Dirigentin stelle sie aber auch Qualifikationen unter Beweis, die sie fürs politische Mandat brauche: Zuhören, diskutieren können, überzeugen, und Menschen zusammen- und voranbringen.

Handlungsbedarf sieht die 29-Jährige beim Erzieher- und Pflegeberuf. Es gehe um angemessenere Bezahlung, aber auch um Wertschätzung. Sie weiß das aus dem nächsten Umfeld, denn ihr jüngerer Bruder ist Erzieher.

Wie als Lehrerin oder auch Dirigentin sieht Verena Scheer auch als Politikerin die Chance, etwas zu bewegen, etwas zum Besseren zu verändern, etwas für die Zukunft mitzugeben.

Kein starres Korsett

Ihre Partei biete dazu gute Voraussetzungen, weil sie hier weniger in starre Korsette gepresst sei, als das in anderen, lang etablierten wohl der Fall sei. So nimmt sich die Mühlendorferin die Freiheit, Dinge anders zu sehen als die Partei: So würde sie die Vermögenssteuer durchaus beibehalten, um mit diesen Geldern Hilfsbedürftige zu unterstützen, wobei sie nicht Flüchtlinge meint. Hier trete sie übrigens für Sachleistungen statt Geld ein.

Die Stimme nutzen

Politik bedeute für sie, die eigene Stimme bei Wahlen und Diskussionen zu nutzen, damit "Menschen gut miteinander leben können". Es helfe, findet sie, wenn man dabei freundlich sei, sagt's und lächelt. Dann muss sie Gas geben, zum nächsten Termin, aber nicht mit ihrem Motorrad, denn seit dem Wahlkampf ist kaum noch Zeit für dieses Hobby. Auch der Lebensgefährte stecke da zurück.

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