Ebrach
Dauerregen

Landkreis Bamberg: Dauerregen überflutet die B22 - Fisch schwimmt über Bundesstraße

Der Dauerregen hinterlässt seine Spuren auch in Franken. Besonders heftig traf es am Dienstag das Gebiet rund um Ebrach im Landkreis Bamberg.
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Ein Fisch schwimmt über die B22: "In diesem Ausmaß kennen wir das in Ebrach auch nicht", sagt Friedrich Riemer, Kreisbrandinspektor des Landkreis Bambergs, nachdem am Dienstagabend die B22 bei Ebrach überflutet wurde.

Anhaltende Regenfälle halten Deutschland seit Tagen in Atem. Überall treten Flüsse über die Ufer, Keller laufen voll. Im Landkreis Kulmbach musste bereits am Dienstagnachmittag die B289 gesperrt werden - eine Schlammlawine hatte sie unpassierbar gemacht. In Niedersachsen gab sie sogar die Bausubstanz eines Krankenhauses nach: Weil ein verstopftes Regenrohr die Wassermassen nicht mehr bewältigen konnte, stürzte das Dach eines Kreißsaals ein.

Landkreis Bamberg: Schon wieder trifft es Untersteinach

Laut Riemer nahmen auch rund um Ebrach die Überschwemmungen ein ungekanntes Ausmaß an. Gegen 16 Uhr sorgte eine Starkregenfront dafür, dass der Handthalkessel vollief - ein Talkessel, der nur in Richtung Ebrach abfließen kann. Mehrere Keller in Ebrach liefen voll und das Naturbad der Gemeinde wurde völlig überflutet.

Die Wassermassen suchten sich auch ihren Weg über die Bundesstraße - und überfluteten die B22 für Stunden. Da der reißende Fluss die Straße unpassierbar machte, musste die Bundesstraße zwischen Burgwindheim und Ebrach für mehrere Stunden gesperrt werden. Videoaufnahmen zeigen eindrücklich, wie hoch das Wasser über die Straße fließt: Man kann erkennen, wie ein Fisch die B22 mit den Wassermassen überquert.

Auch den Ortsteil Untersteinach der Gemeinde Burgwindheim traf es heftig - schon wieder. Nachdem sie bereits von Sturmtief "Fabienne" heftig heimgesuchtwurde, sind nun auch vom Dauerregen Schäden zu erwarten. Etwa 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW waren laut Kreisbrandinspektor Riemer im Einsatz, um den Menschen dort zu helfen. Die Mittelebrach drohte, den ersten Hof in Untersteinach komplett zu überfluten und auch die Stallungen des Nachbarn zu überschwemmen. Mit einem Sandsackwall konnte die Feuerwehr aber das schlimmste verhindern.

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