Eichenhof
TV-Dreh

"Landfrauenküche" gastiert in Pettstadt

Die Serie des Bayerischen Rundfunks schaut bei Heidi Kaiser auf dem Eichenhof in Pettstadt in die Töpfe und über den Tellerrand hinaus.
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Empfang von Bäuerinnen aus sechs bayerischen Bezirken bei der oberfänkischen Gastgeberin Heidi Kaiser vom Pettstadter Eichenhof. Das Bayerische Fernsehen zeichnet für seine Sendung "Landfrauenküche" auf. Fotos: Werner Baier
Empfang von Bäuerinnen aus sechs bayerischen Bezirken bei der oberfänkischen Gastgeberin Heidi Kaiser vom Pettstadter Eichenhof. Das Bayerische Fernsehen zeichnet für seine Sendung "Landfrauenküche" auf. Fotos: Werner Baier
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Vieh los und auf einmal viel los: Was macht ein Kamerateam im Auftrag des Bayerischen Rundfunks auf dem Eichenhof? Es spielt gewissermaßen den Topfgucker für das Dritte Programm aus München und dreht eine Folge der "Landfrauenküche". Dieses abseits der Straßenfeger durchaus erfolgreiche Format haben die Schweizer Fernsehmacher erfunden; in der nunmehr neunten Staffel wird es vom BR kopiert.

Es geht hier nicht darum, eine virtuose Küchenfee für einen Bauern zu finden. Ziel ist ein anderes: "Wir wollen ein starkes Bild von den Frauen auf dem Lande zeigen, von solchen, die Visionen und Vorbildfunktionen haben," erklärt Regisseur Boris Tomschiezek.

Ja und als Powerfrau ist die Heidi Kaiser vom Eichenhof weit über Pettstadt hinaus bekannt. Im Herbst, wenn ihre Landfrauenküche im Bayerischen Fernsehen gezeigt wird, erfahren die Fern-Seher von der Rhön bis ins Allgäu, wie die Agraringenieurin, Bäuerin und Kauffrau ihr Leben an der Seite des Landwirts Andreas Kaiser, als Mutter von Maximilian und Marie und mit Unterstützung der Schwiegereltern Otmar und Annemarie meistert.


Hofladen statt Hüftsteaks

Der Eichenhof bewirtschaftet rund 130 Hektar Ackerland. Angebaut werden Getreide, Mais, Kartoffeln und Raps, in Sonderkulturen auch Erdbeeren, Kürbis und Schnittblumen. Außerdem betreiben die Kaisers den Hofladen "Erlebnisernte". Da werden Landprodukte aus der eigenen Erzeugung oder von anderen Biobauern vermarktet. Und in einem Café gibt's Leckeres zum Kaffee.

"Die Viehhaltung haben wir abgeschafft, weil sie einfach nicht mehr rentabel war", erklärt Andreas Kaiser: "Filet und Hüfte von unserem langsam wachsenden Angus-Rind haben wir zwar gut verkaufen können. Aber die übrigen Fleischpartien wurden uns nicht abgenommen."

Die Kameras linsen nicht nur in die Küche der Landfrau, sie zeichnen über mehrere Drehtage hinweg ein Porträt der Vorzeige-Bäuerin auf. Dafür arbeitet die Redaktion des Bayerischen Rundfunks eine lange Vorschlagsliste ab. Für jede Staffel wird aus jedem der sieben bayerischen Regierungsbezirke eine Bäuerin ausgewählt und die besuchen sich dann in Begleitung der Fernsehmacher gegenseitig.

Und so hat Heidi Kaiser dieser Tage Besuch von sechs Bäuerinnen aus den anderen Bezirken des Freistaats. Die rollen zuerst mit einem Oldtimer-Bus aus den 60er Jahren durchs Bamberger Umland und setzen rein zufällig mit der 555 Jahre alten Pettstadter Fähre über die Regnitz. Wie es halt beim Fernsehen so üblich ist: Mehrmals geht es hin und her, bis das Ereignis von vielen Seiten beleuchtet ist.

Gut, dass für die anschließende Begrüßung auf dem Eichenhof jede Menge Fingerfood und genug von der Erdbeerlimonade vorrätig ist, so dass die inzwischen hungrigen und durstigen Gäste (so auch das Kamerateam) reichlich und genüsslich erstversorgt werden konnten. Danach geht's mit den Landfrauen in die Küche. Schade, der Topfgucker vom FT sollte nicht dabei sein und so müssen wir unsere gewiss neugierigen Leser auf die nächste Staffel der "Landfrauenküche" im BR verweisen.


Kalorien zählen nicht

Was es denn Gutes bei der Heidi Kaiser zu essen gab, wie sie ihre Berufskolleginnen verwöhnte? Das soll erst einmal ein Geheimnis bleiben. Natürlich wird Regionales aufgetischt und es sollen nicht die Kalorien gezählt werden, bittet die Gastgeberin. Es geht da nämlich um einen Wettbewerb, in dem sich die Teilnehmerinnen gegenseitig bewerten. In der achten, der Schlussfolge, wird gewissermaßen die Landfrauen-Königin gekürt. Sie könnte diesmal Kaiser heißen.

Mehr zu der Sendung - über bisherige Staffeln und Rezepte - lässt sich in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks/Landfrauenküche finden.
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