LKR Bamberg
Ausstellung

Kunst am Fluss bewegt Gemüter

Zehn Entwürfe renommierter Künstler zeigen im Landratsamt Vorschläge für den geplanten Skulpturenweg am Regnitz-Radweg.
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"Altes Tor" von Petra Lange, geplant für den Markt Hirschaid. Die Sandsteinskulptur soll die Maße 3,50 mal 3,0 mal 1,5 Meter haben. Fotos: Andrea Spörlein
"Altes Tor" von Petra Lange, geplant für den Markt Hirschaid. Die Sandsteinskulptur soll die Maße 3,50 mal 3,0 mal 1,5 Meter haben. Fotos: Andrea Spörlein
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Am Regnitz-Radweg entlang des Main-Donau-Kanals soll in den nächsten Jahren ein Skulpturenweg entstehen. Dafür haben acht renommierte bildende Künstler im September 2017 Entwürfe erabeitet. Dies geschah im Rahmen eines Symposiums in Schloss Sassanfahrt, das während der Internationalen Woche im Landkreis Bamberg stattfand. Mittlerweile haben die beteiligten Künstler eine Kostenaufstellung vorgelegt, die unter anderem die Material-, Transport- und Aufstellungskosten beinhaltet. Dazu gibt es die genauen Maße der Kunstwerke, die dann schon die Dimension der geplanten Werke erahnen lässt.


Ein Standortfaktor

Landrat Johann Kalb (CSU) lobte bei der Ausstellungseröffnung im Landratsamt die Vorarbeiten von Anne Schmitt, Geschäftsführerin des Flussparadieses Franken, und sprach davon, "wie wichtig Kunst und Kultur als Standortfaktor für die Region ist". Er zeigte sich sehr angetan von den Entwürfen und ist davon überzeugt, "dass Kunst und Kultur im Landkreis zu Hause sein sollten".
Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz würdigte für die Oberfrankenstiftung den geplanten Skulpturenweg als eine weitere Attraktivität für die Region. Sie wünschte allen Beteiligten "viele Unterstützer und eine kurze Realisierungszeit".
Die Ausstellung zeigt Fotografien der Modelle sowie Fotomontagen an den geplanten Standorten in Eggolsheim, Altendorf, Hirschaid, Pettstadt, Strullendorf und Bamberg. Rosa Brunner, die Kuratorin des Symposiums, erläuterte zusammen mit Anne Schmitt den ersten Besuchern der Ausstellung die Modelle. Auch einige Künstler waren zu diesem Termin vor Ort, um ihre Entwürfe selbst vorzustellen.
Ganz gleich, welche Meinung man zu Emanuela Camaccis Skulptur "Between" oder Adelbert Heils "zur Rentnerruh gebracht", hat - über Kunst kann man ausgiebig diskutieren. Dasselbe gilt natürlich auch für Günther Holders "Bogen", den Entwürfen "Wasserblume" und "Altes Tor" für Hirschaid von Petra Lange, "Hydrophyt" von Angelika Summa, "Take Root" von Cissy van der Wel oder den beiden Entwürfen "The Scissors" und "Zwei Enden - The Sausage" von Bob Budd für den Ölhafen von Forchheim.


Es wird diskutiert

Bei der Ausstellungseröffnung gab es schon die ersten intensiven Gespräche, da hier insbesondere die Bürgermeister der Kommunen dabei waren, die sich an diesem Projekt beteiligt haben. Noch mehr Diskussion wird es sicherlich geben, wenn es an die Finanzierung der Kunstwerke geht. So sind für acht Skulpturen eine Gesamtsumme von rund 350 000 Euro veranschlagt worden. Dazu kommen noch mindestens Kosten von rund 67 000 Euro für Transport, Fundamente, Statik und Standortsicherheitsnachweise.
Ob Kunst im öffentlichen Raum ganz oben auf der Prioritätenliste der Städte, Gemeinden und Landkreise steht, das wird die Zukunft zeigen. Für Anne Schmitt soll die Ausstellungseröffnung quasi den Auftakt für die Umsetzung des Skulpturenweges symbolisieren. Können die Kunstwerke doch "nur dann am Kanal aufgestellt werden, wenn es genug Menschen gibt, die sich für das Projekt begeistern lassen". Darüber hinaus brauche man Sponsoren, die mithelfen, den Ankauf der Skulpturen zu ermöglichen. Spenden für dieses Projekt nimmt das Flussparadies gerne entgegen. Die Spender erhalten eine Spendenquittung und falls das Projekt nicht zustande kommt, wird das Geld zurückerstattet. Für den Bamberger Landrat ist das aber keine Option, denn er ist doch recht optimistisch, "dass die Umsetzung des Skulpturenwegs gelingen wird".
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