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Kulturquartier in Bamberg: Das ist der Zeitplan

Schon in drei Jahren könnte Bamberg neues Kulturquartier eröffnet werden. Doch was ist darunter eigentlich zu verstehen?
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Die künftige Mitte des Kulturquartiers rund um die Reithalle  Rr
Die künftige Mitte des Kulturquartiers rund um die Reithalle Rr
Die Entwicklung der Lagardekaserne im Bamberger Osten ist ein wichtiges Stück weiter gekommen. Einstimmig hat der Konversionssenat die Durchführung eines Realisierungswettbewerbs für das Areal rund um die ehemalige Reithalle beschlossen. Unter dem Titel "Kulturhof" und "Vorplatz Reithalle" sollen bis zu 15 ausgewählte Landschaftsarchitekten ihre Vorstellungen entwerfen, wie die neue Mitte des "Kulturquartiers Lagarde" einmal aussehen könnte. Die Kosten des Verfahrens, rund 225 000 Euro, werden zu 90 Prozent vom Bund bezuschusst.

Nach dem Zeitplan des beauftragten Büros Pesch und Partner sollen die Wettbewerbssieger im November dieses Jahres ermittelt werden, damit Ende 2019 mit der Ausschreibung der Aufträge begonnen werden kann. Geplante Eröffnung des begrünten Vorplatzes Reithalle wäre dann im Frühling 2021.

Die CSU- und die SPD-Fraktion lobten die Projektidee von Pesch und Partner, die sich in der ehemaligen Reithalle eine Fläche für Markt und Events vorstellen können, während die ehemalige Posthalle für "Clubs, Coworking und Skating" vorgesehen ist. Zwischen beiden Gebäuden läge der ebenfalls üppig begrünte Kulturhof mit Tiefgarage für 400 Stellplätze darunter. "Wir wünschen uns, dass hier die neue Mitte des Bamberger Ostens entsteht", formulierte Heinz Kuntke (SPD) die Hoffnungen vieler.

Wie viel das Projekt kosten wird, darüber besteht noch Unklarheit. Ursula Sowa (GAL) sprach von hohem Aufwand. Bekanntlich koste ein Tiefgaragenstellplatz mindestens 15 000 Euro. Die grüne Sprecherin, der "der schönste Platz Bambergs" vorschwebt, vermisst das vom Verein Kulturquartier Lagarde geforderte soziokulturelle Zentrum. Deutlich kritisierte Daniela Reinfelder (BuB) das von Pesch und Partner bereits vorweggenommene Nutzungkonzept. Es sei durch keinerlei Beschlüsse im Stadtrat gebilligt und müsse dringend diskutiert werden.

Auf Zustimmung stieß der Antrag der SPD, die Zwischennutzungsmöglichkeit der Kasernengebäude dem Wunsch des Vereins Kulturquartier folgend pragmatischer als bisher zu handhaben. Freilich: Wie Harald Lang, Leiter des Konversionsamts, berichtete, sind solchen Interims-Nutzungen in Gebäuden ohne Baugenehmigung enge Grenzen gesetzt.


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