Bamberg

Kubb - das Schach der Wikinger

"Kubb" ist in Skandinavien sehr beliebt, auch in Deutschland wird es immer populärer. Das Spiel mit den Holzfiguren ist ein toller Outdoor-Zeitvertreib für alle Generationen.
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Symbolbild Kubb Foto: Ronald Rinklef
Symbolbild Kubb Foto: Ronald Rinklef
Ägypter oder doch die Griechen? Einen eindeutigen Beleg, wo die Anfänge des Spieles "Kubb" liegen, gibt es nicht. Aber bereits 5200 Jahre vor unserer Zeit sollen die Menschen im alten Ägypten eine Variante des Wurfspiels praktiziert haben. Ebenso sollen die alten Griechen sich mit einem Wurfsport vergnügt haben, bei dem sie mit Wurfstäben gegeneinander antraten.

Was zweifelsfrei feststeht: "Kubb" kommt aus Skandinavien, speziell von der Insel Gotland. Erfunden haben könnten es die alten Wikinger - weshalb es auch oft unter dem Namen "Wikingerschach" bekannt ist. Das reiselustige Volk soll das taktische Gesellschaftsspiel häufig mitgenommen haben, denn es konnte aufgrund seiner Vielseitigkeit auch auf dem Deck gespielt werden. Allerdings soll die Variante der Wikinger weit härter und brutaler praktiziert worden sein, als es heute der Fall ist.
Ob der historische Ursprung tatsächlich auf die Wikinger zurückgeht, ist allerdings nicht eindeutig belegt.

Vor einigen Jahren wurde das Kubb-Spiel in Schweden wiederentdeckt und dort schnell populär. Wikingerschach hat sich dort zu einem echten Kultspiel entwickelt. Aber auch hierzulande wird es immer bekannter. Alleine 2013 fanden über 30 Kubbturniere statt.

Das Party-Spiel ist so beliebt, weil man es im Freien und generationsübergreifend spielen kann und eigentlich nichts anderes können muss, als eine Holzfigur zu werfen. Aber Vorsicht: Die Tücke liegt im Wurfgerät. Die Holzstäbe und deren Flugbahn ist häufig unberechenbar - trotz aller Zielkunst.

Für rund 30 Euro gibt's das Kubb-Set zu kaufen, bestehend aus dem König, mehreren Wurfhölzern und den Klötzen. Alles grob gefertigt aus Holz, praktisch verpackt in einem Stoffsack. Im Internet findet man zudem zahlreiche Anleitungen zum Selbermachen.


Anleitung

Beim schwedischen Wurfspiel "Kubb " versuchen zwei Mannschaften, die gegnerischen Holzklötze mit einem Wurfholz umzuwerfen. Ziel ist es, zuerst die Kubbs und zuletzt die Figur des Königs zu treffen. Das Wurfholz muss an einem Ende gehalten werden und muss der Länge nach geworfen werden. Der Handrücken zeigt dabei nach vorne und der Stab wird von unten her geworfen. Der Stab darf weder in der Mitte angegriffen und geworfen werden, noch darf der Stab horizontal geworfen werden. Auch rotierende Würfe sind im Spiel nicht erlaubt. Bei jedem Wurf sollte das Wurfholz die Hand des Werfers verlassen.

Das Spielfeld ist üblicherweise fünf Meter breit und acht Meter lang, es wird mit sechs Stäben abgegrenzt. In der Mitte steht der König, und an den Grundlinien sind jeweils fünf Kubbs. Als Böden eignen sich Sand oder Kies, besonders bewährt hat sich aber ein frisch gemähter Rasen. Der Name "Kubb" kommt übrigens von "Kubbar", den aus Kantholz bestehenden Spielsteinen, und heißt nichts anderes als "Holzklotz" auf Schwedisch.

Spielmaterial: Holzfiguren (1 König, 10 Knechte),
6 Wurfhölzer, 4 Begrenzungsstäbe
Teilnehmer: 2 bis 12 Spieler, ab 10 Jahren

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