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Fischerstechen in Bamberg: Wer holte sich 2019 den Sieg?

Sandkerwa 2019: Bei sonnigen 32 Grad hält das Fischerstechen die Besucher in Bamberg in Atem. Zum siebten Mal sichert sich Dominik Kropf den Sieg. Auch zwei Frauen messen sich.
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Die Entscheidung im Finale: Dominik (r.) schickt Cousin Johannes Kropf ins Wasser. Foto: Barbara Herbst
Die Entscheidung im Finale: Dominik (r.) schickt Cousin Johannes Kropf ins Wasser. Foto: Barbara Herbst
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Fischerstechen bei Sandkerwa 2019: Vier Schelche, 16 Teilnehmer und 31.000 Zuschauer: In der "Regnitzarena" geht es am Sonntag (25.08.2019) hoch her. Neben den Fischerstechern von der Bamberger Unteren Schiffer- und Fischerzunft treten auch Kandidaten aus Schliersee und Neuburg an der Donau an. Unterscheiden lassen sie sich durch ihre Zunftfarben. "Bamberg tritt in rot-weißer Hose und grüner Schärpe an, rot-weiß wie das Frankenwappen und grün für die Hoffnung", erzählt Fischerstecher Benedikt Kropf. Beim Kirchweih-Umzug in Scheßlitz wurde am Wochenende ein Rekord aufgestellt.

Gekämpft wird auf 50 mal 50 Zentimeter großen Brettern, die vorne an den Schelchen angebracht sind. Die "Lanzen" sind drei Meter lang, mit ihnen darf der Gegner vom Hals abwärts bis zur Hüfte gestoßen werden. Wer baden geht, verliert. Bei sonnigen 32 Grad und 20 Grad Wassertemperatur ist die Niederlage aber zumindest erfrischend.

Podest in Bamberger Hand

Nach vier Runden haben sich in diesem Jahr die Cousins Johannes und Dominik Kropf behauptet. Im Finale unterliegt Johannes dem Dauersieger Dominik. "Mich hat das aber auch herausgefordert, es ist sehr anstrengend, die ganze Zeit komplett angespannt auf dem Brett zu stehen und die Kontrolle zu behalten", sagt Dominik Kropf nach seinem siebten Sieg insgesamt. Mit Basti Burgis auf Platz 3 hat es ein weitere Bamberger aufs Podest geschafft - und kein Konkurrent aus Neuburg oder Schliersee. Doch Johannes Kropf hätte das im Vorfeld nicht ausgeschlossen. "Ich finde, die Konkurrenz ist schon sehr stark, noch dazu, weil wir sie nicht kennen, sollten wir sie nicht unterschätzen."

Familie und Freunde geben Kraft

Und er hat auch eine Vermutung, woran es der außerstädtischen Konkurrenz gemangelt haben könnte: "Wir haben hier unsere Familie und unsere Freunde, die uns unterstützen und zujubeln. Das gibt mir immer sehr viel Kraft und das hatten die anderen eben nicht."

Auch wenn am eigentlichen Wettbewerb keine Frauen teilnehmen durften, kämpfen das aktuelle Sandmadla Saskia und das Vorjahresmadla Laura auch gegeneinander. Dabei setzt sich Saskia durch. Vom Publikum wie von den Fischerstechern ernten beide reichlich Applaus für ihren spannenden Kampf.

Auch schon am Samstag verbuchten die Bamberger einen Erfolg. Da gewann nämlich Tim Hofstätter das Jugendfischerstechen. Und hier ging auch Schliersee nicht leer aus, denn Florian Schnitzbauer sicherte sich die Goldmedaille bei den Schülern.

Die besten Fischerstecher 2019

Erwachsene: 1. Dominik Kropf, 2. Johannes Kropf, 3. Basti Burgis (alle (Untere Schiffer- und Fischerzunft Bamberg), 4. Alexander Stark (Schliersee)

Jugend: 1. Tim Hofstätter (Untere Schiffer- und Fischerzunft Bamberg), 2. Paul Randler (Schliersee), 3. Kilian Muckelbauer, 4. Mathis Bücking (beide SG Bischberg/Gaustadt) Schüler: 1. Florian Schnitzbauer (Schliersee), 2. Veit Hedrich (SG Bischberg/Gaustadt), 3. Sebastian Schneider, 4. Lukas Kropf (beide Untere Schiffer- und Fischerzunft Bamberg)

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