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Im Sommer erst ist die Grünfläche an der Kreuzung Memmelsdorfer Straße/Berliner Ring in Bamberg fertig geworden. Pflanzen wurden neu gesetzt, Wege gezogen, Natursteinmauern errichtet. Brose hatte im Zuge seiner Ansiedlung an der Breitenau die Fläche am Tor zur Gartenstadt auf Bitten des Bürgervereins neu gestalten lassen. Dort zeigt man sich auch dankbar für den Einsatz der Firma.

Doch regt sich nun bei der Bevölkerung aus der Gartenstadt Kritik. Vor allem herrscht Unzufriedenheit über die Bänke: Sie stellen für die Kritiker eine Verschlechterung gegenüber den alten Sitzgelegenheiten dar, da die neuen Bänke über keine Rückenlehne verfügen.

"Wer setzt sich auf so eine Bank? Die gehen vollkommen an ihrem Zweck vorbei", findet Georg Weber. Der Rentner aus der Gartenstadt spricht für weitere ältere Bürger, wie er versichert. Auch Franz und Margit May sind nicht von den neuen Sitzgelegenheiten überzeugt: Denn vor der Gestaltung standen die Bänke im Schatten unter einer Baumgruppe und jetzt zum Teil in der prallen Sonne, was im Sommer ein Problem sei.

Eine Sitzgruppe ist außerdem direkt am Berliner Ring platziert: Der Lärm und die Abgase würden wohl kaum jemanden einladen, sich dort hinzusetzen. Die Gestaltung zeige "wenig Gespür für die Bedürfnisse der Bürger", so das Fazit.
Einen Vorschlag machen die Kritiker deshalb: Die Bankreihe an der Straße Kreuzung Berliner Ring/Memmelsdorfer Straße soll entfernt und Sitzgelegenheiten mit Rückenlehnen unter der weiter in der Mitte befindlichen Baumgruppe aufgestellt werden.


Brose hat Finanzierung gestemmt

Brose hatte die Neugestaltung der Grünfläche bezahlt, die Ausgestaltung ist mit dem Grünflächenamt der Stadt Bamberg erfolgt, heißt es bei dem Autozulieferer. Brose könne dazu also nichts weiter sagen.

Etwas verwundert zeigt man sich bei der Stadt. Laut Pressesprecher Steffen Schützwohl habe auch eine Abstimmung mit dem Bürgerverein stattgefunden. Dennoch gibt Schützwohl das Signal, dass man sich noch einmal mit Brose und dem Bürgerverein zusammensetzen will. Vielleicht gibt es somit eine zusätzliche Ruhebank im Schatten.


Vorgaben vom Umweltamt

Beim Bürgerverein sind laut stellvertretendem Vorsitzenden Peter Neller keine Beschwerden von Bürgern bekannt. Neller spricht ein "großes Lob" an Brose aus. Die Firma habe sich auf Anregung des Bürgervereins gerne eingebracht. Es seien nun schöne, hochwertige Bänke vorhanden, die zum Stil von Brose passten. Dennoch verspricht auch Neller den älteren Bürgern: "Wir prüfen noch mal, ob man nicht zusätzlich eine Bank mit Lehne in einen Schattenbereich stellen kann."

Neller selbst kritisiert die Vorgaben des Umweltamts bei der Gestaltung der Anlage: "Der Boden ist relativ unbefestigt, mir wäre was Einfacheres mit multifunktionalem Charakter lieber gewesen." Der Bürgerverein stellt dort schließlich seinen Kirchweihbaum auf. Stadtsprecher Schützwohl sieht dagegen keine andere Möglichkeit, wie der Stadt der Spagat zwischen Nutzfläche und Ökologie gelingen soll: Es sei klar gewesen, dass Sandmagerrasen angelegt werde. Schließlich handle es sich um eine ökologische Ausgleichsfläche.