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Königsfeld
Strassenbau

Kreisstraße in Treunitz ist ab Montag gesperrt

Schon vor Beginn der Arbeiten in der Ortsdurchfahrt Treunitz gibt es Zoff. Wegen Wasserleitungs-Beiträgen sind die Bürger in Wiesentfels und Loch verärgert. Dennoch soll die Sanierung von Bundes- und Kreisstraße beginnen.
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Die Kreuzung von B 22 und Kreisstraße BA 11 in Treunitz. Im Hintergrund die Wiesentbrücke. Foto: Ronald Rinklef/Archiv
Die Kreuzung von B 22 und Kreisstraße BA 11 in Treunitz. Im Hintergrund die Wiesentbrücke. Foto: Ronald Rinklef/Archiv
Ob die junge Wiesent am Montag schon wieder Bauarbeitern das Betreten ihres Tales gestatten wird? Sowohl beim Straßenbauamt Bamberg wie auch beim Kreisbauhof scheint man optimistisch: "Der Landkreis Bamberg beabsichtigt den Ausbau der Kreisstraße BA11 in der Ortsdurchfahrt von Treunitz (Richtung Königsfeld) durchzuführen", heißt es zuversichtlich in einer Mitteilung des Kreis-Tiefbauamtes. Und weil die Baumaßnahme nur unter Vollsperrung des Durchgangsverkehrs abgewickelt werden kann, wird von heute an auch die Kreisstraße von Treunitz nach Königsfeld gesperrt. Die Brückenerneuerung dauert voraussichtlich bis Ende Oktober.

Damit die neue Straße dann nicht gleich wieder aufgerissen werden muss, verlegt der Zweckverband Treunitz/Wie- sent fels/Loch auf Wunsch des Straßenbauamtes derzeit in Teilen von Treunitz eine neue Wasserleitung.
Die Kosten von 300.000 bis 400.000 Euro werden zum großen Teil auf die Anschlussnehmer umgelegt, und zwar auch auf die in den Hollfelder Stadtteilen Wiesentfels und Loch.

"Die Beiträge sind auch deshalb nötig, weil die Rücklagen des Zweckverbandes beim Bau der Wasserleitung in Wiesentfels und Loch zum großen Teil aufgebraucht wurden", erklärt die Königsfelder Bürgermeisterin Gisela Hofmann (BBL) die Situation. Die ersten Bescheide waren im April verschickt worden − möglicherweise, bevor die Haushalte dort über den Sachverhalt informiert werden konnten. Das sorgte für einige Aufregung, in deren Folge der Vorsitzende des Zweckverbandes, Anton Helldorfer aus Treunitz, zurückgetreten ist. Die Bauarbeiten laufen aber uneingeschränkt weiter.

Die geplante Baumaßnahme des Landkreises umfasst den Abbruch und Neubau der Brücke über die Wiesent sowie den Ausbau der Fahrbahn der Kreisstraße BA11 und den Umbau der Kreuzung mit der Bundesstraße 22 gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg. Die Umleitung für den öffentlichen Verkehr führt über die B22 - Steinfeld - Hohenhäusling - Königsfeld und umgekehrt.

Das Staatliche Bauamt Bamberg erneuert laut Bauoberrat Michael Raab in der Ortsdurchfahrt von Treunitz die Fahrbahn der B22, verbessert die vorhandene Straßenentwässerung und baut im Auftrag der Gemeinde Königsfeld einen Gehweg entlang der nördlichen Fahrbahnseite an. Darüber hinaus baut das Staatliche Bauamt Bamberg die Kreuzung mit der Kreisstraße BA11 gemeinsam mit dem Landkreis Bamberg um. Insbesondere wird die Sicht durch den Abbruch einer Scheune verbessert und die Kreuzung aufgeweitet. Die Bundesstraße selbst muss nicht gesperrt werden. Der Verkehr auf der B22 kann beinahe über die gesamte Bauzeit durch die Baustelle geleitet werden. Wenn nötig, wird der Verkehr durch eine Ampelanlage geregelt und einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Lediglich zum Einbau der Asphaltschichten - voraussichtlich eine Woche im September - wird die Bundesstraße voll gesperrt und der Verkehr umgeleitet.

Gehwege notwendig

Die Erneuerung der Fahrbahn der B22 sei notwendig geworden, so das Straßenbauamt weiter, da der lediglich acht bis zehn Zentimeter starke Asphaltoberbau zahlreiche Netzrisse und Unebenheiten aufweist. Teilweise ist die ganze Fahrbahnbefestigung durchgebrochen. Auch die Straßenentwässerung ist insgesamt schadhaft. Gehwege sind in der Ortsdurchfahrt nicht vorhanden. Die Kreuzung mit der Kreisstraße BA11 sei unübersichtlich und zu eng. Die Baukosten für die Erneuerung der Fahrbahn der B22, den neuen Gehweg und die Umgestaltung der Kreuzung mit der Kreisstraße BA11 beziffert das Straßenbauamt auf rund 900.000 Euro. An diesen Gesamtkosten sind die Gemeinde Königsfeld mit etwa 100.000 bis 150.000 Euro, der Landkreis Bamberg mit etwa 200.000 Euro beteiligt.
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