Bamberg
Wandern in Bamberg

Kopfsteinpflaster, Kulinarisches und Kultur: Bamberg mit allen Sinnen erleben (mit GPX-Track und digitaler Karte)

Die Genießerwanderung durch Bamberg kombiniert mittelalterliches Kopfsteinpflaster-Flair mit steilen Waldwegen und lauschigen Uferpromenaden (mit GPX-Track und digitaler Karte).
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Atemberaubend ist er, der Blick über Bamberg: Die Genießerwanderung durch die Domstadt hält aber nicht nur fürs Auge einige Highlights bereit.
Atemberaubend ist er, der Blick über Bamberg: Die Genießerwanderung durch die Domstadt hält aber nicht nur fürs Auge einige Highlights bereit.
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  • Genusswanderung durch Bamberg: Unterwegs in der Weltkulturerbestadt
  • Streckenlänge: ca. 7 Kilometer
  • Dauer: Tagestour

Wohin soll ich bloß zuerst blicken? Völlig egal, dass ich schon beinahe 14 Jahre in Bamberg lebe, die Genießerwanderung durch die Weltkulturerbestadt auf den sieben fränkischen Hügeln hält auch für mich neue Höhepunkte und zahlreiche Anekdoten bereit. Ein Glück, dass ich meine Wahlheimat mit der erfahrenen Reiseleiterin Christine Freise-Wonka ein Stück weit neu kennenlernen darf. Schnell wird klar: Ein paar Stunden Stadtwanderung sind anstrengend - aber zu wenig, um alles Spannende gesehen und alles Leckere gegessen zu haben.

Auf Tour mit der Bamberg-Expertin

Wir treffen uns dort, wo sich die Bamberg-Expertin oft mit ihren Gruppen verabredet: an der Tourist Information neben der Villa Geyerswörth. Von dort aus lassen sich beinahe alle Sehenswürdigkeiten der Stadt - allen voran die Altstadt - fußläufig erkunden. Unser Weg führt uns aber zuerst an den Fluss hinter der Tourist Information, wo wir rechts abbiegen und dem letzten Teilstück des Ludwig-Main-Donau-Kanals folgen. Von dort kämen wir direkt in den 1803 angelegten Bürgerpark Hain, ziehen es aber vor, dem linken Regnitzarm bis zum Mühlenviertel zu folgen. Sehenswert: die Villa Concordia am gegenüberliegenden Ufer.

 

Apfelweibla und Böttingerhaus

Wer Hunger hat, kann sich im Eckerts an der Oberen Mühlbrücke stärken. Wir wandern weiter durch enge Gässchen, vorbei an der Brauerei Klosterbräu und dem beeindruckenden Böttingerhaus hoch zur Stephanskirche. Der Anstieg ist recht steil, lässt sich aber bewältigen. Dahinter geht es über die Eisgrube (ein genauer Blick lohnt sich, an der Tür der Hausnummer 14 wartet das "Apfelweibla") und Hölle (die Gasse heißt wirklich so) weiter zur Oberen Pfarre.

"In Bamberg lassen sich für jeden Geschmack individuelle Routen zum Wandern finden", sagt Freise-Wonka. Wir haben uns für den Genuss entschieden: Kultur, Kulinarisches und Kirchenarchitektur. Kurz zur Ruhe kommen wir im Kreuzgang des Karmelitenklosters - ein annähernd mystischer Ort zum Verweilen. Für uns hat der Kreuzgang noch eine weitere, ganz praktische Bedeutung: Wer möchte, kann zur kurzen Variante der Tour in Richtung Jakobskirche abbiegen. Für alle anderen geht's nun hoch hinaus.

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Steil geht's hoch zur Altenburg

Da die Straße im Sommer gesperrt sein wird, lässt sich die Altenburg nur zu Fuß erreichen. Aber die 30 bis 45-minütige Wanderung auf die über Bamberg thronende Burg lohnt sich - schon alleine der atemberaubenden Aussicht wegen. Für Schwindelfreie und Stufensteiger: Vom Burgturm aus sieht man weit ins fränkische Umland hinaus. Nach getaner Arbeit lädt das Restaurant Altenburg (mit Biergarten) zum Krafttanken ein.

Der Abstieg führt uns über den Rinnersteig durch den Wald und entlässt uns auf den Wildensorger Pass. Nur zwei Kilometer weiter locken belebender Kaffee und leckerer Nachtisch (Tipp: Remeis-Torte probieren!) ins Café Villa Remeis. Auch dort bietet sich uns ein toller Blick über Bamberg. Satt gegessen und gesehen, treten wir unseren Rückweg zur Altstadt an.

Der nächste Höhepunkt wartet nicht weit entfernt: Nach 600 Metern erreichen wir das Kloster Michelsberg. Dort lässt sich ebenfalls kulinarisch einkehren oder ein Blick ins Brauereimuseum werfen. Am Fuße der Anlage kann man im Michaelsberger Schnaps- und Spezialitätenladen Spirituosen aus der Region testen. Obwohl es sich lohnt, bleiben wir heute nüchtern.

Noch Hunger? Durst? Rauchbier!

Nun nähert sich die Genießerwanderung allmählich dem Ende. Über den Torschuster laufen wir weiter zum Domberg, wo Kaiserdom, Alte Hofhaltung und Rosengarten zu beeindrucken wissen. Wer nun noch (oder wieder) Hunger hat, findet rund um das Alte Rathaus, das in den Fluss gebaute Wahrzeichen der Stadt, zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Wer einen Schluck Rauchbier probieren möchte, wird in der traditionsreichen Brauereigaststätte Schlenkerla in der Oberen Sandstraße fündig.

Von dort sind es nur wenige Meter zurück zur Tourist Information, wo die Wanderung vor einigen Stunden begonnen hat. Statt aber sogleich in den Bus oder das in der Tiefgarage geparkte Auto zu steigen und nach Hause zu fahren, folgt nun noch der ultimative Geheimtipp: Genießen Sie das abendliche Flair der Stadt und hängen Sie noch einen Tag ran ...

Die digitale Route

Die Koordinaten des Weges gibt's hier im GPX-Format zum Download. Sie können zum Beispiel mit Routenplanern, Google My Maps und Wander-Apps wie Komoot oder Outdooractive genutzt werden.

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