In die Jahre gekommen ist die Kindertagesstätte (Kita) St. Marien der Kath. Kirchenstiftung Stegaurach. Die Trägerin hat deshalb die Absicht, entweder die mehrgruppige Einrichtung - auch eine Kinderkrippe ist hier untergebracht - umfassend zu sanieren oder sogar einen Neubau hinzustellen. "In jedem Fall wird die Gemeinde Stegaurach mit einem höheren sechsstelligen Betrag dabei sein", ließ Bürgermeister Siegfried Stengel (CSU) im Gemeinderat wissen. Laut Vertrag trägt die Kommune ein Drittel der Kosten.

Beschlüsse wurden dazu vorerst nicht gefasst. Zunächst möchte man in guter Partnerschaft mit der Pfarrei "den Schaden nicht so groß werden lassen" und eine gemeinsame Begehung vornehmen. Danach solle der Architekt "mit einer Wasserstandsmeldung kommen", meinte Stengel, dann könne man entscheiden über Sanierung oder Neubau. Bisher habe es zwischen Pfarrei und Gemeinde ein gutes Miteinander gegeben. Von jeder im Gemeinderat vertretenen Liste solle ein Vertreter dabei sein. Im Falle einer Sanierung wären das undichte Dach, Heizung und Sanitäranlagen, Fenster, Wärmedämmung und Fußböden zu erneuern. Der Vorschlag zur Mitbestimmung soll dem Pfarrherrn unterbreitet werden. Wegen der gefälligen Raumaufteilung der Kindertagesstätte tendierte man im Rat eher zu einer Sanierung.

Solardächer weiter verfolgen


Festhalten will der Gemeinderat an dem Projekt "Solardächer" auf gemeindlichen Gebäuden sowie einem Jugendsolardach. Aufgehoben wurde deshalb ein Beschluss des Umweltausschusses, der vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse über den Nutzen von Solaranlagen die Vorhaben auf Rathaus, Bauhof und Schule stoppen wollte. Da half auch die Aussage eines Ratsmitgliedes nicht, der für seinen Betrieb eine EEG-Umlage von mehr als 4000 Euro pro Jahr zahlen muss. "Solarenergie ist nicht rentabel" schloss er. Andere wie Joseph Höpfner (Grüne), Matthäus Metzner und Thilo Wagner (beide FL/ÜWG) plädierten für die Fortsetzung, auch wenn die Gemeinde wegen der Kosten "nicht so begeistert" sei, so Bürgermeister Stengel. Man brauche aber "Sinnhaftigkeit und Akzeptanz" und müsse auch die Haftungsfrage klären. Vor allem die Anschaulichkeit eines "Jugendsolardaches" soll sichergestellt werden.