Bamberg
Aktivwochen

Kaum ein Muskel bleibt unbewegt

Was als Nordic Walking bekannt ist, war zunächst als Training für Skilangläufer, Biathleten und Nordische Kombinierer gedacht. Diese Sportart findet immer mehr Anhänger.
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Die Nordic-Walking-Gruppe der Städtischen Volkshochschule genießt die Morgenluft im Hain.  Foto: Claudia Heitz
Die Nordic-Walking-Gruppe der Städtischen Volkshochschule genießt die Morgenluft im Hain. Foto: Claudia Heitz
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Morgens halb neun in Bamberg. Während es im Bootshaus noch ruhig zugeht, ist der Hain bereits dicht bevölkert von Sportbegeisterten aller Art. Auf den Wegen und Pfaden sind zahlreiche Jogger und Radfahrer unterwegs.

Auch die Nordic-Walking-Gruppe der Städtischen Volkshochschule Bamberg trifft sich hier jede Woche in entspannter und naturnaher Atmosphäre. Heute besteht die Gruppe um ihre Leiterin Martina Setz aus zehn Teilnehmerinnen, von denen die eine oder andere bereits seit sieben Jahren dabei ist. Von der Studentin bis zur Rentnerin ist jede Altersstufe vertreten.

Nordic Walking, der Name deutet es an, ist skandinavischen Ursprungs. Der besondere Aspekt dieser Sportart ist, dass hierbei bis zu 90 Prozent der Körpermuskulatur trainiert werden. Denn Nordic Walking ist bei Weitem mehr als nur Gehen mit Stöcken.

Das zügige Laufen mit den weit ausholenden Arm- und Beinbewegungen stärkt ebenso das Herz-Kreislauf-System. Die Körperhaltung verbessert sich, Verspannungen werden abgebaut. Eine langjährige Teilnehmerin berichtet, dass sie erst durch Nordic Walking ihre jahrelangen Rückenschmerzen in den Griff bekommen habe, nachdem zuvor nichts anderes geholfen hatte.

Nach ausgiebigem Dehnen und Aufwärmen unter Anleitung von Martina Setz geht es vom Bootshaus entlang der Regnitz in Richtung Buger Spitze. Durch den Botanischen Garten, noch einmal um die Schillerwiese herum und zurück.

Die 90 Minuten auf der rund 4,5 Kilometer langen Strecke vergehen dabei wie im Flug. Dass die Teilnehmerinnen trotz der körperlichen Belastung viel Spaß haben und sich wohlfühlen, ist zu sehen und liegt nicht zuletzt an der positiven Ausstrahlung der Kursleiterin, die immer wieder unterstützt und motiviert.

Trotz des forschen Tempos bleibt genug Kraft, um sich mit den anderen auszutauschen. So wird geredet, gelacht und nicht selten entstehen Freundschaften. "Für mich spielt beim Nordic Walking auch der gesellige Aspekt eine große Rolle, und so bin ich seit Jahren immer wieder gerne mit dabei," sagt eine langjährige Teilnehmerin. Wer will kann aber auch für sich sein, schweigen und sich ganz auf den Körper konzentrieren.

So einfach wie es auf den ersten Blick aussieht ist Nordic Walking aber auch nicht. Als Anfänger kann man schon einmal leicht Probleme mit der Koordination von Arm- und Beinbewegung haben.

Hier ist fachgerechter Rat gefragt. Martina Setz, die den Kurs seit 2006 leitet, weiß, wie wichtig unter anderem die richtige Auswahl der Stöcke ist: "Eine gut sitzende Schlaufe ist das A und O. Dann kann sich die Hand beim Zurückführen entspannen, ohne dass sie zu sehr aus der Schlaufe rutscht. So erst können die weiten und ausgreifenden Bewegungen richtig gelingen." Claudia Heitz
















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