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Scheßlitz
Jugend und Senioren

Jung und Alt in Scheßlitz: Vorstellung von Visionen und Bedürfnisse

Was brauchen die Jungen, was die Alten? Die neuen Jugend- und Seniorenbeauftragten redeten Klartext.
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Gerne angenommen wird das Kletterangebot im Ferienprogramm, das die Jugendbeauftragten erarbeiten. Archivbild: Thomas Firnstein
Gerne angenommen wird das Kletterangebot im Ferienprogramm, das die Jugendbeauftragten erarbeiten. Archivbild: Thomas Firnstein
Den Jungen und den Älteren in der Stadt galt das Interesse des Stadtrates. Bürgermeister Roland Kauper kam dem Wunsch des neu gewählten Stadtparlamentes nach, der die Personen kennen lernen wollte, die in diesen Bereichen aktiv sind. Rektor Gerhard Langer von der Kilian-Grundschule, Christiane Alter von der GFI, die an der Schule für die Mittagsbetreuung zuständig ist, sowie die neuen Jugendbeauftragten und die Seniorenbeauftragte hattten das Wort.

Seit dem Jahr 2007 können an der Kilian-Grundschule Schüler am Nachmittag betreut werden. Jährlich lässt sich die Stadt diese Mittagsbetreuung rund 40.000 Euro kosten. Jedenfalls ein Drittel der Kosten. Die beiden anderen tragen jeweils der Staat und die Eltern.

Langer stellte die seit 19 Jahren von ihm als Rektor geleitete Grundschule sehr detailliert vor.
Nach Spitzenzeiten mit über 400 Schülern und drei Schulhäusern (neben dem in Scheßlitz und Giech gehörte auch das in Bojendorf dazu) habe man nun im kommenden Schuljahr (2014/15) mit 265 Schülern mittlerweile zwar deutlich weniger. Die vorhandenen Räume werden durch veränderte Anforderungen an die Grundschule weiterhin benötigt. Langers Schilderungen zeigten das umfangreiche Spektrum dessen auf, was die Scheßlitzer Grundschule ausmacht und: Dass sie in nahezu jeder Hinsicht gut aufgestellt ist. Nachdenklich stimmte sein Hinweis, dass der Anteil der Schüler mit alleinerziehenden Eltern kontinuierlich steigt. Ebenfalls steigend sei der Bedarf an Mittagsbetreung. Im kommenden Schuljahr wird eine zusätzliche Gruppe eingerichtet (was den Stadtanteil auf dann 49.000 Euro steigen lässt).

In ihren Ausführungen erklärte Christian Alter die Mittagsbetreuung. Sie ist bei der GFI, dem Träger der Mittagsbetreuung, zuständig für Dienstleistungen an Schulen. Mittagsbetreuung kann stundenweise gebucht werden, jede Gruppe hat zwölf Schüler. Die Betreuung erfolgt ab 11 Uhr bis längstens 16 Uhr. Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, aber auch Freizeitbeschäftigung werden geboten, das Essen separat bezahlt, der Caterer nun gewechselt. Man unterscheide zwischen drei Gruppentypen, die der Staat unterschiedlich fördere.

Nachfragen aus dem Gremium betrafen die Qualifikationen des Betreuungspersonals. Die GFI als Träger lege Wert auf entsprechende Vor- sowie Weiterbildung, so die Referentin. Gefragt wurde auch nach Betreuung während der Ferien. Die sei grundsätzlich möglich, werde aber nicht gefördert und damit für die Eltern jedoch zu teuer. Denn erst ab der fünften Klasse trage der Staat die Gesamtkosten der Mittagsbetreuung.

Dass Kindern und Jugendlichen der Stadt auch in diesem Sommer wieder viel geboten wird, zeigte die Präsentation der Jugendbeauftragten. Scheßlitz hat wieder fünf Personen, die sich ehrenamtlich einsetzen: Stadtrat Thomas Firnstein engagierte sich bereits in der vorherigen Amtsperiode. Zur Seite stehen ihm nun Jürgen Dietz, Janina Gläser, Jan Nost heide und Steffi Vogt. Bis auf Dietz, der beruflich gebunden war, stellten sich die Scheßlitzer Jugendbeauftragten dem Gremium kurz vor und erläuterten dann das Ferienprogramm.

Über 1000 Kinder dabei

Firnstein erinnerte eingangs daran, dass es in Scheßlitz jedes Jahr zwischen 30 bis 40 Veranstaltungen gibt, die von gut 1000 Kindern besucht werden. Neben diversen Klassikern, darunter die Fahrt zum Freizeitpark Geiselwind oder beliebte Angeboten wie das Schnupperklettern in der Fränkischen, gesellen sich mit den neuen Jugendbeauftragten nun auch komplett neue Veranstaltungen hinzu. So ein Beachvolleyball-Turnier im Freibad, eine Aufpepp-Aktion für T-Shirts, ein Mountainbike-Schnupperkurs sowie ein gemütlicher Nachmittag mit Spielen, Grillen und Freunde treffen.

Für die Herbstferien hat das neue Team gleichfalls Angebote erarbeitet: einen Leseabend in der Bücherei, eine Führung in Bambergs Katakomben, eine Höhlenwanderung in der Fränkischen, eine Jugenddisco, eine Bürgerversammlung für Jugendliche und die Beteiligung an den Wirtschaftstagen. Dass man weiterhin auf die Unterstützung der Stadt zähle, ließ Firnstein am Ende der Präsentation wissen.

Kauper zeigte sich angetan davon, dass es bei den Jugendbeauftragten nahtlos weitergeht und wünschte viel Erfolg. Diesen Wunsch hatte Kauper auch für Gertrud Nagel, die neue Seniorenbeauftragte. Die stellte ihr bereits viel Jahre währendes Engagement für die Älteren vor. Damit sie seniorenbezogen an Infos aus dem Landratsamt komme, hatte Kauper ihr übrigens dieses Ehrenamt empfohlen. Kauper stellte heraus, dass in Gertrud Nagel als städtische Seniorenbeauftragte nun kirchliche und städtische Seniorenarbeit in einer Hand sind. Wozu Nagel anmerkte, es gebe Leute, die sie unterstützten.

Über die Pfarrei, so berichtete sie bestehe unter anderem das Angebot an Senioren, alle vier Wochen zum Kaffee, was im Schnitt 30 bis 40 Ältere nutzen. Die neue Seniorenbeauftragte sagte auch gleich was sie gerne möchte: einen bestimmten buchautor als Referenten. Generell sicherte Kauper ihr die Unterstützung der Stadt zu.

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