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Moschee in der Ottostraße: Investor will seine Pläne forcieren

Im Tauziehen um das Heroldhaus in Bamberg drängt der Eigentümer auf sein Recht. Schon zum 16.Juni soll hier das Ende des Ramadan gefeiert werden.
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1100 Quadratmeter Bürofläche im Bamberger Haingebiet sollen als muslimisches Kulturzentrum genutzt werden.  Barbara Herbst
1100 Quadratmeter Bürofläche im Bamberger Haingebiet sollen als muslimisches Kulturzentrum genutzt werden. Barbara Herbst
Die Ansiedlung einer neuen Moschee im Bamberger Haingebiet ist umstritten. Vielen kritischen Anmerkungen von Bürgern stehen auch positive Kommentare gegenüber. Unabhängig von dieser Kontroverse sind die Chancen des arabischen Kulturvereins, hier größere Räumlichkeiten für ihre stark gewachsene Gemeinde zu finden, langfristig aber gut. Die Baunutzungsverordnung für allgemeine Wohngebiete schließt eine religiöse Nutzung ausdrücklich nicht aus.

Sich dagegen zu stemmen, wird dem Bausenat schwer fallen, machten die Sprecher der größten Fraktionen im Gespräch mit infranken deutlich. Allerdings ist auch klar: Der Antrag auf Nutzungsänderung, wie ihn Horst Peter Müller von der EM Immobilien GmbH gestellt hat, soll auch nicht besser behandelt werden als andere.

Konkret heißt das: Werden die Anforderungen an einen Versammlungsraum für religiöse Zwecke hinsichtlich Stellplätzen, Fluchtwegen und Brandschutz dürfte einer Genehmigung nichts im Wege stehen. Doch die Frage ist, wann diese erfolgt. Horst-Peter Müller wirft der Stadt Hinhaltetaktik vor. Man schiebe die Beantwortung seines Antrags auf Baunutzungsänderung unnötig auf die lange Bank. Er sähe es gerne, wenn die muslimische Gemeinde in den ehemaligen Büroräumen im Hain bereits das Ende des Ramadan am 16. Juni feiern würden.

Wird das möglich sein? Was sagt die Stadt zu den Vorwürfen, sie verzögere den Bauantrag? Mehr lesen Sie dazu hierim Premiumbereich von infranken.de.
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