Bamberg
Kirche

Indien hat viele neue Freunde in Bamberg

Mit einem Festgottesdienst wurde der Monat der Weltmission in Bamberg bundesweit abgeschlossen. Im Erzbistum gab es im Oktober über 130 Veranstaltungen.
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Indische Ordensschwestern, die im Erzbistum Bamberg tätig sind, sangen Lieder in ihrer Sprache Malayalam. Foto: Marion Krüger-Hundrup
Indische Ordensschwestern, die im Erzbistum Bamberg tätig sind, sangen Lieder in ihrer Sprache Malayalam. Foto: Marion Krüger-Hundrup
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Für Erzbischof Ludwig Schick ist der Festgottesdienst am Sonntag kein "Abschluss, sondern ein Neubeginn": "Als Getaufte sind wir in die Welt gesendet!", sagte er nachdrücklich und richtete sich in Englisch an die indischen Gäste im vollbesetzten Dom. "Wir sind alle Brüder und Schwestern in Christi Geist!", beschwor der Erzbischof noch einmal die Verbindungen zwischen der Bamberger Ortskirche sowie den Bischöfen und Ordensleuten aus Nordostindien, die den Oktober mit mehr als 130 Veranstaltungen im Erzbistum gestaltet haben.

Ihnen ist es gelungen, tausende neue Freunde für den Subkontinent Indien zu gewinnen. In ihrer herzlichen, Menschen zugewandten Art und mit deutlichen Worten über die bedingungslose Option der Kirche für die Armen und Stimmlosen haben sie auch Vertrauen geschaffen. Das Vertrauen nämlich, dass die Weltkirche niemanden aufgibt und die Frohe Botschaft ohne moralisierenden Zeigefinger jedem verkündet.

"Vergelt's Gott!", rief denn auch als Ehrengast Kurienerzbischof Protase Rugambwa den Gottesdienstbesuchern zu. Damit sagte der Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker in Rom auch danke für den vielfältigen Einsatz in der Mission.

Das Pontifikalamt war ein Fest für alle Sinne. Ein farbenfroher, musikalischer, Weihrauch geschwängerter Sturm gen Domgewölbe, um Gott zu loben. Um Glauben zu bezeugen. Das taten die Ordensschwestern verschiedener indischer Gemeinschaften, die im Erzbistum tätig sind, mit Liedern in ihrer Sprache Malayalam. Ein Bekenntnis zu Jesus Christus waren die liturgischen Tänze der jungen Khublei Dancers aus der Erzdiözese Shillong. Ein Lobpreis boten die Bamberger Domkantorei unter der Leitung von Domkapellmeister Werner Pees und Domorganist Markus Willinger an der Orgel.

Sich solidarisch zeigen

Und selbstredend waren Hauptzelebrant Erzbischof Schick und die indischen sowie hiesigen Konzelebranten auf den Himmel ausgerichtet - bei aller Erdverhaftung in Predigt und Fürbitten. Grundpfeiler christlichen Handelns in der Welt seien "voneinander lernen, füreinander beten, sich solidarisch zeigen", so Schick.

"Danke, dass ihr uns etwas beigebracht habt! Vielleicht habt ihr auch etwas von uns gelernt!", wandte sich der Erzbischof wieder an die indischen Freunde.

Buntes Programm

Nach dem Gottesdienst ging das Fest im Zirkus Giovanni des Don Bosco-Jugendwerks am Jakobsplatz mit einem bunten Programm weiter. Damit haben das katholische Hilfswerk "Missio" München und die Erzdiözese Bamberg den von Papst Franziskus ausgerufenen "Außerordentlichen Monat der Weltmission" zentral abgeschlossen. "Es war uns eine Ehre, in Bamberg den Abschluss feiern zu können", erklärte Missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

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