Oberhaid
Vermarktung

In Unterhaid trifft Bier auf Wein

Oberhaid will in Sachen Tourismus einen Schritt nach vorn machen. Die Gemeinde hat sich von Studenten der FH Coburg ein Konzept erarbeiten lassen, in dessen Mittelpunkt die historische Kellergassse in Unterhaid steht.
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Die Kellergasse in Unterhaid ist der Dreh- und Angelpunkt im touristischen Konzept der Gemeinde Oberhaid.  Archivbild Matthias Hoch
Die Kellergasse in Unterhaid ist der Dreh- und Angelpunkt im touristischen Konzept der Gemeinde Oberhaid. Archivbild Matthias Hoch
In der ersten Sitzung im neuen Jahr hatte sich der Oberhaider Gemeinderat mit der touristischen Entwicklung der Gemeinde zu befassen. Unter dem Slogan "Bier trifft Wein - wo Bierkönig Gambrinus und Weingott Bacchus gemeinsam residieren" stellten Studierende des Studiengangs Integrative Gesundheitsförderung der Hochschule Coburg ihr Konzept über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell vor.

Am Projekt "Unterhaider Kellergasse" haben sie eine Markt-, Trend- und Wettbewerbsanalyse vorgenommen sowie ein Konzept zur Produktentwicklung erstellt. Ziel des Projekts ist es, das "Alleinstellungsmerkmal Bier trifft Wein" herauszuarbeiten. Es sollen die touristische Attraktivitäten der Gemeinde sowie die Marketing-Aktivitäten gesteigert werden, um damit vorhandene und neue Angebote miteinander zu verknüpfen. So müssen insbesondere Maßnahmen zur Infrastruktur, unter anderem für eine Sanitäranlage, getroffen werden. Darüber hinaus sollte neben einem "Grünen Klassenzimmer" ein "Schaukeller" entstehen, der für Bier- und Weinverkostungen und zur Ausstellung von historischen Geräten genutzt werden kann.

Authentizität bleibt wichtig

Vorstellen können sich die Studenten auch, dass man die Kelleranlage und die historische Kegelbahn vermieten kann. Empfohlen wird von Seiten der Projektgruppe die Anstellung einer Fachkraft für die Gewinnung neuer Zielgruppen und die Koordination der verschiedenen Maßnahmen, vor allem für die Entwicklung neuer Produkte und neuer Angebote für den Tourismus. Wichtig bleibt für sie "die Authentizität und das gemeinschaftliche Agieren" aller Beteiligten. Das Konzept enthält einen Realisierungsfahrplan und einen Finanzierungsplanung, nach der "ab 2017 erste Jahresüberschüsse erreicht" werden können.

In der anschließenden Diskussion lobten alle Beteiligten die Arbeit der Studierenden und die "tollen Visionen für Oberhaid", die erarbeitet und vorgestellt wurden. Für Gemeinderat Peter Deusel (UBV) kann die Gemeinde "die Steilvorlage geben, aber die Umsetzung muss vor Ort, durch die Kellerbesitzer beziehungsweise Nutzer geschehen." Entscheidend wird sein, so die Argumentation von Gemeinderat Claus Reinhardt (SPD), dass "alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um das Kleinod Kellergasse optimal zu nutzen und zu vermarkten."

Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) dankte abschließend der Studiengruppe für ihre "innovatives Geschäftsmodell" und die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Mit der Übergabe des ausführlichen Businessplans wird das Projekt seinen Abschluss finden. Eine weitere Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg ist geplant.
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