Pettstadt
Gottesdiensttest

In Mariä Geburt in Pettstadt kannten die wenigsten den Gastpfarrer

Das kleine, katholische Pettstadt wird von Frensdorf aus und auch von Gastpfarrern in Sachen Gottesdienst versorgt und wünscht sich wohl etwas mehr.
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Das Urteil unseres Testers:

Der Gottesdienst war für die Gemeinde insgesamt wohl ein sehr ansprechender. In Sachen gottesdienstliche Versorgung gibt es wohl noch Luft nach oben. Wenn man den Pfarrer am Altar nicht kennt, könnte das für einige Gottesdienstbesucher durchaus ein Manko darstellen. Gleichwohl wurde den Pettstadtern mit dem Gastpfarrer ein hervorragenden Prediger geboten. Auch dafür waren sie dankbar.

Die Bewertung im Einzelnen:

1. Einstieg:

Die Gemeinde weiß nicht so ganz, wer sie da begrüßt. Auf jeden Fall tut Domkapitular a.D. Hans-Jörg Elsner dies herzlich und direkt: Er heißt die Gläubigen zu einem besonderen und konkret dem Dreifaltigkeitssonntag zur Eucharistiefeier willkommen. Dreifaltigkeit hat mit Familie zu tun. Es geht um Beziehungen, auch Spannungen. Neugier ist geweckt. Bewertung Ein gelungener, sehr direkter Auftakt.

2. Musik:

Wie später zu erfahren ist, steht nicht nur ein Gastpfarrer am Altar, auch auf der Empore sitzt ein Gast-Organist. Das erklärt, dass die Stücke auf der Steinmeyer-Orgel bisweilen etwas wuchtig daher zu kommen scheinen. Jedes Instrument hat seine Eigenheiten und mit denen harmonieren Stammorganisten am besten.

Bewertung Der nicht kirchencheckende Besucher war mit der Musik wohl voll zufrieden.

3. Lesungen:

Die Lesungen werden zwar etwas leise, aber dafür verständlich und wohl akzentuiert vorgetragen, mit den entsprechenden Pausen zur inneren Vertiefung. Bei den Fürbitten bringt sich Kirchenpfleger Klaus Henneberg einfühlsam ein, ebenso bei der Kommunion, wofür er in die Mitte der Gemeinde geht. Bewertung Die Kirchengemeinde wird mitgenommen.

4. Predigt:

Es geht um die Dreifaltigkeit, deren Geheimnis so groß und tief ist, dass der Prediger die Anekdote eines Pfarrers aus dem Spessart bemüht, der zugab, es selbst nicht zu verstehen. Der Prediger hier versteht es gleichwohl brillant, eine Annäherung zu schaffen. Und das in einer erfrischend kurzweiligen und einprägsamen Art. Bewertung Die Aufgabenstellung hervorragend gelöst

5. Kommunion/Abendmahl/Kommunion:

Der Pfarrer und seine Helfer verteilen sich in der Schar der Gläubigen, und so wird die Kommunion zu einem gemeinschaftsstiftenden Akt.

Bewertung Ein gemeinschaftliches Glaubenserlebnis

6. Segen:

Am Ende des Gottesdienstes erbittet der Pfarrer Gottes Segen für die Gottesdienstbesucher für die kommende Woche, und entlässt sie mit den Worten "gehet hin in Frieden." Bewertung Ein schöner, würdiger Abschluss

7. Ambiente:

Die Pfarrkirche Mariä Geburt, St. Marien, mit ihrer prachtvollen Balthasar Neumann nachempfundenen Fassade ist ein wundervolles kleines Gotteshaus. Prägnant die Figuren an Hoch- und Seitenaltären. Für die Größe des Ortes ist das Kirchlein in dessen Zentrum genau passend und gerade auch durch seine prachtvolle Ausgestaltung eine Bereicherung.

Bewertung Eine schöne, kleine, gepflegte Kirche

8. Kirchenbänke:

In die Hälfte des Rückens bohrt sich die Gebetsablage der Hinterbank. Gleichzeitig ist der Abstand zur Fußbank sehr gering, so dass man zunächst meint, den Gottesdienst nicht heil zu überstehen. Erstaunlicherweise gewöhnt sich der Körper an die Sitzposition. Die Sitzpolster sind ok, jedoch die Polster auf den Fußbänken nur optisch schön, aber ohne jegliche Polsterfunktion. Als Alternative stehen einige Stühle bereit. Bewertung Schön, aber unbequem

9. Beleuchtung:

In St. Marien fühlt man sich gleich wohl. Weder zu hell noch zu dunkel ist die dezente Beleuchtung, die modernen Hängeleuchter ordnen sich unter und sorgen für eine harmonische Beleuchtung. Bewertung Wunderbar, Kirchenbesucher dürften sich wohlfühlen.

10. Sinne:

Die prachtvolle Pfarrkirche ist am Hauptaltar und an den beiden Seitenaltären mit Blumen geschmückt. Rotweiße Fahnen bilden einen stimmigen Rahmen, Wandmalereien und Heiligenfiguren geben religiöser Betrachtung Gegenstand. Für einen hohen Festtag fehlen Weihrauch und wohl auch die schönen gelbweißen Kirchenfahnen. Bewertung Katholiken könnten hier ein bisschen Feierlichkeit vermisst haben.

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