Hallstadt
Projekt

In Dörfleins muss es nun weitergehen

Für Dörfleins sind Kindergartensanierung und Erweiterung unstrittig, auch einem öffentlichen Raum soll's geben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Schule (links unten) und Kindergarten (schräg rechts daneben) in Dörfleins Luftbild: Ronald Rinklef
Schule (links unten) und Kindergarten (schräg rechts daneben) in Dörfleins Luftbild: Ronald Rinklef

Die Schule in Dörfleins ist mit Bürgerentscheid vom 16. September praktisch für tot erklärt worden. Doch findet die nächsten zwei Jahre hier noch Grundschulunterricht statt, weil in dieser Zeit in Hallstadt Horträume saniert und deswegen Klassenzimmer gebraucht werden. Diese zwei Jahre sollen aber genutzt werden, um in Dörfleins voranzukommen: Der Kindergarten St. Ursula neben der dortigen Grundschule, muss saniert und für eine Krippe erweitert werden.

Daran hatte der Bürgerblock in seinem Antrag in der Stadtratsitzung erneut erinnert. Die SPD präsentierte ihrerseits einen Antrag, in dem sie dafür wirbt, mit dem Schulareal etwas zu machen, das Dörfleins braucht - einen größeren Saal jenseits der Gastronomie und eventuell auch ein Mehrgenerationenhaus und Wohnraum.

Einstimmig sprach sich der Hallstadter Stadtrat in seiner Mittwochsitzung jedenfalls dafür aus, dass der Kindergarten St. Ursula in Dörfleins saniert und für eine Krippe erweitert werden soll. Freilich liegt dies nicht in Händen der Stadt: Grund und Gebäude gehören - anders als die daneben befindliche Grundschule - der Katholischen Kirchenstiftung. Diese ist auch Betriebsträger des Kindergartens, wie in der Diskussion mehrfach betont wurde. Mit dieser ist nun das Gespräch zu suchen, damit die Vorhaben realisiert werden können.

Gleichfalls beschloss das Gremium, dass geprüft werden soll, ob ein öffentlicher Gemeinschaftsraum entweder im alten Schulgebäude oder im Kindergarten St. Ursula eingerichtet werden kann. Das sind nun die Vorhaben, die nach dem Bürgerentscheid angegangen werden.

Denn vor wenigen Wochen hatte es einen Bürgerentscheid über ein so genanntes Kinderzentrum gegeben, das wären ein Neubau der Schule, Sanierung des Kindergartens und Krippenneubau mit diversen gemeinsam zu nutzenden Räumen (wie Räumlichkeiten für VHS-Kurse, Versammlungen und ähnliches) gewesen.

Übereinstimmung

Für den neuen Ansatz fasste Bürgermeister Thomas Söder (CSU) nach den Statements zusammen, dass es sehr viel Übereinstimmung gebe. Claudia Büttner (BB) hatte zuvor konstatiert, dass es bei Kindergarten und Krippe nun weitergehen müsse. Daneben müsse es Räume geben, die Treffpunkt sind. SPD-Sprecher Hans-Jürgen Wich äußerte die Vision eines Mehrgenerationenhauses, während CSU-Fraktionssprecher Veit Popp in Sachen Treffpunkt von einem "Raum mit Dach" sprach, "der flexibel nutzbar ist".

Um Vorstellungen zu konkretisieren wurde ein Workshop ins Spiel gebracht, den Bürgermeister Söder für sinnvoll befand, auch um sich von Experten in Kenntnis setzen zu lassen.

Unstrittig ist im Gremium auch, dass nun zuallererst Gespräche mit der Katholischen Kirchenstiftung erfolgen müssen.

KOMMENTAR:

In Dörfleins nun anpacken

Gut, dass man nach dem Bürgerentscheid auf die Arbeitsebene zurückgefunden hat, der Stadtrat nicht nachkartet, sondern nach vorne blickt und etwas entwickeln möchte, das Dörfleins voranbringt.Die Krippe ist dabei ebenso notwendig, da zeitgemäß wie ein Raum, der sich vielfältig für die Bürger nutzen lässt. Auch Wohnraum wird hier dringend benötigt. Freilich braucht man bei den Vorhaben die Kirche als Partner.

Dass man die Zeit bis zum endgültigen Aus der Schule nutzt, ist ebenso sinnvoll wie notwendig. Mit der Stadt als Bauträger lässt sich einiges bewegen. Lobenswert der Ansatz, trotz eines gewissen Zeitdrucks dennoch in viele Richtungen zu überlegen, denn was immer man aus dem alten Schulareal entwickelt, es muss in die Zukunft gerichtet und zudem möglichst flexibel nutzbar sein. Schön, dass hier alle Fraktionen an einem Strang ziehen, das lässt fürs Gelingen hoffen und Gräben verschwinden.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren