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Immer mehr wollen in Franken studieren

Die Zahl der Studierenden steigt beständig - auch an den Standorten in Franken. Beispielsweise vermeldet die Universität Erlangen-Nürnberg einen "historischen Höchststand".
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Die Zahl der Studierenden steigt kontinuierlich.  Foto: dpa
Die Zahl der Studierenden steigt kontinuierlich. Foto: dpa
Studieren in Bayern ist weiter "in": Über 70.000 Studierende haben in diesem Jahr ein Studium an bayerischen Hochschulen aufgenommen. Das sind rund 40 Prozent mehr als noch im Jahr 2005. Auch zum aktuellen Wintersemester gibt es neue Erfolgsmeldungen - natürlich auch in Franken.

An der Universität Würzburg spricht man von einem "Rekordergebnis". Knapp 3700 Studienanfänger haben sich bisher immatrikuliert. Diese Zahl bewegt sich zwar im Rahmen des Vorjahres, dürfte aber - wie an den anderen Standorten auch - noch leicht steigen.

Denn zum einen ist die Einschreibung während des Semesters möglich. Zudem finden Nachrückverfahren in den Numerus-Clausus-Fächern statt und viele ausländische Studierende kommen erst dann nach Würzburg, wenn das Semester bereits begonnen hat. Pressesprecher Georg Kaiser sieht mehrere Gründe für die beständige Steigerung der Studenten-Zahlen. "Da ist der doppelte Abi-Jahrgang 2011, zudem rollen zurzeit die letzten Geburtenstarken Jahrgänge durch die Gymnasien. Auch diese Abiturienten gehen nicht alle sofort an eine Hochschule, sondern warten ein bis mehrere Jahre."

Davon profitiert derzeit auch die Uni Bamberg. Hier erreicht man ähnlich hohe Zahlen wie im Vorjahr. Aktuell sind mehr als 13.000 Studierende eingeschrieben, davon über 3000 "Erstis". "Es überrascht uns nicht, dass sich Bamberg einen Namen als Studien-Standort für die empirischen Gesellschaftswissenschaften gemacht hat", sagt der Vizepräsident für Lehre und Studierende, Sebastian Kempgen. Ein Grund für den hohen Zulauf, so heißt es in einer Pressemitteilung, seien auch der neue Studiengang "Master Deutsch als Fremdsprache" und "European Economic Studies", der ab diesem Semester auch als Bachelor-Nebenfach belegt werden kann.

Einen "historischen Höchststand" vermeldet die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): Etwa 39.085 Studierende sind aktuell immatrikuliert, knapp 6000 davon sind Erstsemester. "Die Attraktivität der Friedrich-Alexander-Universität ist ungebrochen", freut sich Antje Kley, Vizepräsidentin für Lehre an der FAU. Dabei würden neben den grundständigen Studiengängen auch die Masterstudiengänge einen stetig steigenden Zuwachs erfahren.

Ähnlich erfreuliche Nachrichten kommen von der Uni Bayreuth (12610 Studierende) und der Hochschule Coburg: Hier starteten 4979 Studierende (1307 Erstsemester) in das Wintersemester. Das bedeutet eine Steigerung um knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Wir führen die anhaltend hohe Zahl unserer Erstsemester auf das attraktive Studienangebot zurück. So gibt es seit diesem Semester den neuen Bachelor-Studiengang Industriewirtschaft", sagt Pressesprecherin Margareta Bögelein.

Keine neuen Studiengänge oder speziellen Angebote hat die Hochschule in Hof zu diesem Semester eingeführt. Trotzdem verzeichnet man hier eine Steigerung von sieben Prozent auf 3700 Studierende. "Eine neue Rekordzahl", so Pressesprecherin Kirsten Broderdörp, die eine steigende Studier-Lust ausgemacht hat. "Wir verzeichnen seit einigen Jahren stetig ansteigende Studierendenzahlen."
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