Strullendorf
Kirche

Hoffnung auf neue Lebendigkeit

Mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Paul in Strullendorf begann das kirchliche Leben in der neustrukturierten Seelsorgeregion Geisberg-Regnitztal.
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Vertreter der neun Pfarreien des neuen Seelsorgebereiches äußerten Wünsche, Hoffnungen und Ängste. Fotos: Joseph Beck
Vertreter der neun Pfarreien des neuen Seelsorgebereiches äußerten Wünsche, Hoffnungen und Ängste. Fotos: Joseph Beck
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Das Erzbistum Bamberg hat wegen Priestermangels aus ehemals 96 Seelsorgebereichen 35 neue gemacht, die seit September gelten. Mit einem feierlichen Auftaktgottesdienst des neuen Seelsorgebereichs Geisberg-Regnitztal in der Kirche St. Paul in Strullendorf begann das kirchliche Leben in der neustrukturierten Region.

Dem Bereich gehören die neun Pfarreien Amlingstadt (mit Werndorf, Roßdorf), Geisfeld, Hirschaid (mit Seigendorf), Litzendorf (mit Pödeldorf, Melkendorf, Schammelsdorf), Lohndorf (mit Tiefenellern), Mistendorf (mit Zeegendorf), Sassanfahrt (mit Erlach, Röbersdorf), Seußling und Strullendorf (mit Friesen, Leesten) an. Der leitende Pfarrer ist Marianus Schramm aus Litzendorf, der neue Verwaltungssitz wird Strullendorf.

Das neue Team

Für die 18 563 Katholiken im Bezirk sind zukünftig Pfarrer Marianus Schramm, Pfarrer Johannes Reinsch, Pfarrer Francis Plakkil, Subsidiar-Pfarrer Alfred Ott, Professor Peter Wünsche, Pfarr- und Domvikar Robert Mayr sowie die Pastoralreferenten Günther Streit und Mathias Schaller zuständig. Bei der Begrüßung stellte Pfarrer Marianus Schramm die Geistlichen des neuen Teams vor und begrüßte die Gläubigen aus den Pfarreien.

"Herr stärke unseren Glauben", begann er seine Predigt. "Diese Bitte der Apostel passt auch zu unserer Situation. Die Verdunstung des Glaubens spüren wir nicht nur in der Kirche, sondern das ganze Leben ist immer weniger vom Glauben bestimmt." Gegen die Angst wolle Jesu ermutigen und trösten, denn: "Jeder, selbst mit einem kleinen Glauben in Senfkorngröße, kann Großes, anscheinend Unmögliches bewegen."

Dann ließ Pfarrer Schramm die Vertreter der einzelnen Pfarreien ihr Sorgen und Ängste bezüglich des neuen Seelsorgebereiches vortragen. Das ging von der Befürchtung, dass die Tradition der Prozessionen nicht mehr so weitergeführt werden könne, bis zu der Äußerung, dass die kleinen Pfarreien nichts mehr zu melden hätten.

Anschließend bezog der leitende Pfarrer auch die anwesenden Gläubigen mit ein und befragte auch sie. Der Geistliche gab zu, dass mitunter Konflikte und Streitigkeiten befürchte. Er bekräftige aber: "Ich habe den Glauben, da uns so vieles verbindet in den einzelnen Pfarreien, dass unser neuer Seelsorgebereich lebendig wird und dass es ein großes Engagement geben wird. Dann wird Bewährtes beibehalten, aber manche alte Zöpfe müssen eben auch abgeschnitten werden." Nach dem Schlusssegen und feierlichem Auszug trafen sich die Gläubigen bei der Agape vor der Kirche, um sich gegenseitig besser kennenzulernen.

Für den neuen Seelsorgebereichsrat Geisberg-Regnitztal wurden gewählt: als Vorsitzender Oskar Deglmann (Litzendorf), Stellvertreterin Barbara Dittrich (Hirschaid) und Schriftführerin Angelika Saffer (Strullendorf).

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