Bamberg
Tradition

Hoch zu Ross durch den Hauptsmoorwald

Pater Dieter Putzer feierte mit dem Reit- und Fahrverein Bamberg die Hubertusmesse im Wald.
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Pater Dieter Putzer segnet Reiter und Pferde. Fotos: Joseph Beck
Pater Dieter Putzer segnet Reiter und Pferde. Fotos: Joseph Beck
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1968 feierten Reiter, Jäger und Schützen gemeinsam die Weihe des St. Hubertusbrunnens im Hauptsmoorwald. Waldarbeiter hatten bei Straßenarbeiten östlich der Geisfelderstraße im Wald eine Quelle entdeckt. Diese wurde gefasst und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung geweiht. Der Bildhauer Robert Bauer-Haderlein schuf das Hubertusrelief. Unsere Zeitung berichtete damals ausführlich in Wort und Bild von dem großen Ereignis, bei dem besonders der Gemeinschaftssinn der Bürger gelobt und die Quelle als "Gesundbrunnen" tituliert wurde. Federführend war der Reit- und Fahrverein Bamberg unter seinem damaligen Vorsitzenden Hans F. Waldschmidt.

Seit dieser Zeit organisiert der Verein auch jedes Jahr zusammen mit der Pfarrei St. Anna im November eine Hubertusmesse. Heuer zelebrierte die feierliche Messe in der Nähe des Hubertusbrunnens wieder Pater Dieter Putzer (SDB). Er war mit den Reitern hoch zu Ross vom Vereinsgebäude an der Armeestraße durch den herrlich gefärbten herbstlichen Wald zu der Waldlichtung geritten. Musikalisch begrüßt wurden sie von den Bläsern der Stadtkapelle Bamberg unter ihrem Dirigenten Gerd Weiß.

Der Don-Bosco-Salesianer erinnerte in seiner Begrüßung an das 50. Jubiläum der Weihe des Hubertusbrunnens. Er dankte Iris Funk, der Ersten Vorsitzenden des Reitvereins, und Schriftführerin Waldraut Steil für die Organisation der Feier, sowie dem Mesner von St. Anna und der Blaskapelle.

In seiner Predigt erwähnte Pater Putzer den Sonnengesang des heiligen Franziskus. Das Lied sei ein Lob auf Gott und die Schöpfung, sagte er und fuhr fort: "Die Enzyklika ,Laudato si' des jetzigen Papstes Franziskus soll auch so ein Ohrwurm werden, damit wir achtsam werden mit der Welt und der Schöpfung." Putzer forderte zum Schluss: "Das geht im Kleinen los und da kann jeder etwas tun. Das wünsche ich uns!"

Nach dem allgemeinen Segen ging der Geistliche zu allen Reitern und segnete sie und ihre Pferde einzeln. Im Anschluss brachen unter der Leitung von Reitlehrer Lutz Neumann die 18 Reiterinnen und Reiter auf zum Hubertusritt durch den bunten Herbstwald.

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