Hirschaid
Aufregung

Internationale Razzia gegen Cyber-Kriminalität: SEK in Franken im Einsatz

Am Dienstagmorgen hat es in Oberfranken einen großen Polizeieinsatz gegeben. Das Sondereinsatzkommando (SEK) durchsuchte zahlreiche Verdächtige. Am Nachmittag äußerten sich die Behörden dazu.
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Sondereinsatzkommandos waren am frühen Dienstagmorgen in Oberfranken unterwegs. International lief eine internationale Großrazzia gegen Cyber-Kriminalität. Symbolfoto: Bundespolizei
Sondereinsatzkommandos waren am frühen Dienstagmorgen in Oberfranken unterwegs. International lief eine internationale Großrazzia gegen Cyber-Kriminalität. Symbolfoto: Bundespolizei

Internationale Razzia - Einsatz in Franken: In den frühen Morgenstunden des Dienstags (20. August 2019) haben sich im oberfränkischen Hirschaid (Kreis Bamberg) Szenen eines Großeinsatzes der Polizei abgespielt. Über 1000 Einsatzkräfte waren am Morgen international im Einsatz - wohl einige davon auch im Hirschaider Gemeindeteil Juliushof, was jedoch zunächst nicht durch die Behörden bestätigt wurde.

Sondereinsatzkommando in Hirschaider Stadtteil: Geheimer Einsatz im Morgengrauen

Die Zentralstelle Internet- und Computerkriminalität im niedersächsischen Göttingen äußerte sich am Nachmittag dazu: Der Einsatz erfolgte in insgesamt neun Bundesländern und in Litauen sowie Kroatien. Umfangreiche Razzien waren Ergebnis dessen. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren aus dem September 2018 im Zusammenhang mit der Internetplattform "xplosives.net".

Der Einsatz verschiedener Sondereinsatzkommandos galt illegalen virtuellen Marktplätzen. Darauf wurde vor allem mit Sprengstoff, Kriegswaffen und Betäubungsmitteln gehandelt. Den Einsatzkräften gelang es, den künftigen Zugriff auf die Website dauerhaft zu unterbinden. Auf der Website wurde detailliert geschildert, wie Sprengstoffe und synthetische Betäubungsmittel hergestellt und für den Handel genutzt werden. Zudem lagen den Ermittlern Hinweise auf sogenannte "Spreng Conventions" vor. Dabei handelt es sich um zahlreiche im Internet veröffentlichte Videos, auf denen Sprengversuche dokumentiert wurden. Die Behörden stießen im Jahr 2017 im Kontext des Hamburger G20-Gipfels auf "xplosives.net".

International wurden 34 Objekte von 22 Tatverdächtigen durchsucht. 21 Menschen im Alter zwischen 17 und 55 wurden überprüft. Ein weiterer Verdächtiger ergab sich aus den Ermittlungen vor Ort.

Der Bürgermeister von Juliushof befand sich am Dienstag im Urlaub und meldete sich ebenfalls zu Wort. Wie er und die Bürger des Hirschaider Gemeindeteils den Großeinsatz am Dienstag erlebten, erfahren Sie bei inFrankenPLUS.

Hirschaid-Juliushof: Hier fand der Einsatz statt

 

tu/as

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