Viereth-Trunstadt
Einweihung

Herzstück für Begegnungen

Viereth feiert seine neue Mitte, die Altes und Neues vereint.
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Die Vierether feiern ihre neue Mitte. Fotos: Irene Römer
Die Vierether feiern ihre neue Mitte. Fotos: Irene Römer
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"Über Viereth scheint mal wieder die Sonne", stellte Landrat Johann Kalb (CSU) bei seinem Grußwort zur Einweihung der neuen Ortsmitte von Viereth fest. Der Dorfplatz mit dem Vereinshaus sei wie ein Wohnzimmer mit Leben und Herzlichkeit. Die vielen anwesenden Kinder zeugten vom Vorankommen einer Gemeinde, in der die sozialen Strukturen funktionieren.

Bürgermeisterin Regina Wohlpart erklärt in ihrer Begrüßung, dass sie mit der neuen Ortsmitte eine Heimat für die Bürger schaffen wollte. Gleichzeitig wusste sie, dass man so etwas Großes nur gemeinsam schaffen könne. Nach dem Motto "Nichts ist unmöglich" wurde 2015 mit dem Kauf des alten Hollandhauses durch die Gemeinde der Stein ins Rollen gebracht. Rückblickend auf die damalige Ausgangslage erscheine die neue Ortsmitte nun wie eine Schaffung aus dem Nichts. Mit dem Bibelzitat "Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt" bedankte sich die Bürgermeisterin bei allen, die mit ihr an die Umsetzung dieser Idee geglaubt haben.

Dass die Baumaßnahme nicht immer einfach war, erläuterte Architekt Bode aus Berlin. Die besondere Geologie wegen der Unterkellerung stellte eine große Herausforderung dar, welche gemeistert werden musste. Udo Freitag vom Architekturbüro Eis in Bamberg berichtete von den nötigen Maßnahmen wie Schall- und Brandschutz, Dämmung, Elektro sowie Sanitär, um den Ansprüchen von 225 Quadratmetern Nutzfläche gerecht zu werden.

Frei nach dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse - "... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" - drückte Bürgermeisterin Wohlpart ihre Begeisterung für das neu geschaffene Projekt aus. Dass dieser Zauber im Herzen der Bürgermeisterin wohnt, war ihren emotionalen Worten deutlich zu entnehmen. Ihr Wunsch an die Gemeinde: "Lassen Sie uns den Zauber dieses Anfangs noch recht lange in unseren Herzen spüren!"

Staatsministerin Melanie Huml (CSU) rief in Erinnerung, dass es sehr viele einsame Menschen gebe. Umso wichtiger sei ein Ort der Begegnung, damit Menschen zusammenkommen und sich austauschen können: "Die Gemeinde Viereth Trunstadt hat ein Herzstück hierfür geschaffen, das zugleich ein Zuhause für Vereine darstellt."

Fördermittel

Da ein Haus nicht nur aus guten Worten entstehen kann, wurde der finanzielle Hintergrund der Baumaßnahme von Michael Mohnkorn vom Städtebau der Regierung von Oberfranken beleuchtet. Die Investition sowie die Renovierung für den neuen Dorfplatz mit Vereinshaus schlägt mit rund 1,8 Millionen Euro zu Buche. Eine Kommune kann diese Kosten nicht alleine stemmen. Deshalb wurden die Voraussetzungen zur Städtebauförderung sowie Sonderförderprogramme geprüft. Erfreulicherweise können der Gemeinde Fördermittel in Höhe von 600 000 Euro gutgeschrieben werden. "Nach der entscheidenden Weichenstellung kann sich das Ergebnis sehen lassen", so Mohnkorn. Seine Anregung an die Bürger, deren Beteiligung an dem Projekt er als sehr lobenswert erachtet: "Füllen Sie den Platz mit Leben!"

Den kirchlichen Segen für die neue Dorfmitte und das Vereinshaus spendete Pfarrer Norbert Bergmann. Zusammen mit Pfarrerin Hedwig Deinzer zelebrierte er einen ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche in Viereth als Auftakt zur Einweihungsfeier. "Wir haben einen Ort, an dem die Gemeinde lebendig wird, einen Ort der Versammlung, wo Gemeinschaft gefeiert wird". Pfarrerin Deinzer lobte die Verbindung von Altem und Neuen, damit man später mal von früher erzählen könne. Sie wünscht der Gemeinde, dass sie Gemeinschaft erleben kann, auch die von Gott.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Kirchenchor Viereth unter der Leitung von Helga Weber sowie durch die "Maafischer Viereth" und der Band "Passtschoso".

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