Bamberg
Tradition

Herbstlicher Ritt durch den Hauptsmoorwald

Seit über 50 Jahren hält der Reit- und Fahrverein Bamberg zusammen mit der Pfarrei St. Anna im Hauptsmoorwald die Hubertusmesse.
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An Pater Dieter Putzer vorbei beginnt der Hubertusritt durch den Hauptsmoorwald. Fotos: Joseph Beck
An Pater Dieter Putzer vorbei beginnt der Hubertusritt durch den Hauptsmoorwald. Fotos: Joseph Beck
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Auch diese Jahr ritten 15 Reiterinnen und Reiter zusammen mit Iris Funk, der Ersten Vorsitzenden des Vereins, und dem Salesianerpater Dieter Putzer vom Reitverein in der Armeestraße durch den herbstlichen Wald zur Hubertusquelle östlich der Straße nach Geisfeld. Während einst die ersten Heiligen Messen unmittelbar an der Quelle zelebriert wurden, findet die Zeremonie mittlerweile rund 100 Meter nördlich statt, da hier auf einer größeren Lichtung vor allem die Pferde mehr Platz zum Aufstellen haben. Hierher kamen dann noch zahlreiche Gläubige aus der Stadt und den umliegenden Dörfern.

In seiner Predigt kam Pater Putzer auf die Tierskandale der letzten Zeit zu sprechen. "Weil es nur um den Profit der einen geht und weil wir für wenig Geld möglichst viel Fleisch haben wollen, werden auch hierzulande unsere Tiere oft wie eine Sache behandelt", kritisierte der Pater und fragte dann: "Ob sich das nicht alles einmal rächt?" Er verwies auch darauf, dass wir unsere Erde seit Jahrzehnten in allen möglichen Varianten an die Wand fahren würden. Zum Schluss forderte Putzer von jedem, für die Schöpfung doch noch mehr zu tun.

Segen für Ross und Reiter

Die musikalische Umrahmung der Feier übernahmen die Bläser der Stadtkapelle Bamberg unter ihrem Dirigenten Gerd Weiß. Nach dem allgemeinen Segen ging der Geistliche zu allen Reitern und segnete diese und ihre Pferde einzeln.

Im Anschluss brachen die reiter unter der Leitung von Reitlehrer Lutz Neumann bei leichtem Nieselregen auf zum Hubertusritt durch den bunten Herbstwald.

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