Bamberg
Abfall

Herausforderung Müll: Was die Entsorgung bei "Bamberg zaubert" kostet

Veranstalter versuchen, das erhöhte Müllaufkommen mit besserer Entsorgungslogistik in den Griff zu bekommen, auch bei "Bamberg zaubert".
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Bei Veranstaltungen wie "Bamberg zaubert" reichen die vorhandenen Abfalleimer der Stadt nicht aus. Für das erhöhte Aufkommen müssen Veranstalter Abhilfe schaffen. Dazu stellt das Stadtmarketing zusätzliche Müllkörbe auf, die von Mitarbeitern geleert werden. Foto: Frank Förtsch/Archiv
Bei Veranstaltungen wie "Bamberg zaubert" reichen die vorhandenen Abfalleimer der Stadt nicht aus. Für das erhöhte Aufkommen müssen Veranstalter Abhilfe schaffen. Dazu stellt das Stadtmarketing zusätzliche Müllkörbe auf, die von Mitarbeitern geleert werden. Foto: Frank Förtsch/Archiv
Das ist eine eher unschöne Hausnummer: 17.000 Liter Müll haben sich laut dem veranstaltenden Stadtmarketing im vergangenen Jahr bei "Bamberg zaubert" angesammelt. Auch bei der am 14. Juli um 17 Uhr beginnenden 19. Ausgabe des magischen Fests ist bis 16. Juli mit einer ähnlichen Abfallmenge zu rechnen. Denn erneut werden über das gesamte Wochenende 200.000 Besucher bei "Bamberg zaubert" erwartet.

Das bereitet den Organisatoren logistische Probleme, wie der Stadtmarketing-Geschäftsführer Klaus Stieringer erklärt. Das Müllaufkommen steige schließlich proportional mit jedem Besucher an und habe in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen.

Nicht nur das Thema Sicherheit belastet somit Veranstaltungen in der Stadt wie die Sandkerwa, den Weltkulturerbelauf oder eben "Bamberg zaubert": "Die Kosten für Sicherheit und Müll haben sich in den letzten Jahren vervielfacht und stellen alle Veranstalter vor große Herausforderungen", erklärt Stieringer.

So muss das Stadtmarketing für den Bereich Sicherheit 15.000 Euro ausgeben. Die Kosten für Entsorgung und Reinigung nähern sich dem an: Vor fünf Jahren nahm der Veranstalter noch knapp 4000 Euro in die Hand, im vergangenen Jahr waren es bereits 10.000 Euro. "Das ist schon viel Geld, muss aber auch investiert werden", erklärt Festivalleiter Stieringer, der von Gesamtkosten für "Bamberg zaubert" von 200.000 Euro spricht.


25 zusätzliche Abfallkörbe

Zwar können die Besucher des Zauberfestivals auch die fest installierten Mülleimer der Stadt nutzen, doch sind die Veranstalter als "Verursacher" für die weitere Entsorgung in der Pflicht. "Wir leeren die Papierkörbe turnusmäßig am Nachmittag", erklärt Claus Reinhardt, Sprecher des Baureferats der Stadt. "Alles, was darüber hinausgeht, wird in Rechnung gestellt." Das gelte auch für die Straßenreinigung, die der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt (EBB) wie üblich zwischen 6 und 9 Uhr morgens leiste.

So wird auch in diesem Jahr das Stadtmarketing auf eigene Rechnung zusätzliche Müllbehälter vom EBB aufstellen lassen. Laut Stieringer werden es deutlich mehr als im vergangenen Jahr sein: 25 Müllkörbe und fünf große Rollcontainer sollen jetzt dazu beitragen, dass das Festival möglichst sauber bleibt.

Auch vier der insgesamt 60 Festivalmitarbeiter seien ausschließlich für die Entsorgungslogistik zuständig, leeren die zusätzlichen Müllbehältnisse bei Bedarf. Die Mitarbeiter seien auch jederzeit ansprechbar, wenn Besuchern oder Anwohnern Missstände auffallen sollten. "Es wird trotzdem immer wieder volle Mülleimer geben", so Stieringer. Das liege daran, dass die Mitarbeiter zwar versuchten, auch die fest installierten Behälter der Stadt zu leeren. Allerdings sei es zum Teil schwierig, an die schmalen Behälter ranzukommen.


Besucher in der Pflicht

Die Besucher werden laut Stieringer gebeten, im Falle eines vollen Abfalleimers, einen anderen anzusteuern. Somit sollen überquellende Behälter am besten vermieden werden. "Jeder Besucher kann dazu beitragen, dass eine Veranstaltung nicht nur schön, sondern sauber ist", findet der Stadtmarketing-Chef.
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