Bamberg
Fieber, Husten, Kopfweh

Aggressive Influenza: So breitet sich die Grippe gerade in Bayern aus - Todesopfer in Franken

Influenza auf dem Vormarsch: Die Zahl der Grippefälle ist in Deutschland deutlich angestiegen. In Franken forderte sie bereits Todesopfer.
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Die Grippewelle ist in Bayern angekommen.  Foto: Joche Lübke dpa
Die Grippewelle ist in Bayern angekommen. Foto: Joche Lübke dpa

Grippe breitet sich aus - Fieber, trockener Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und starkes Krankheitsgefühl: Unter den Menschen in Deutschland breitet sich momentan die Grippe aus.

Die Zahl der Grippe-Fälle in Bayern ist zu Anfang des Jahres stark angestiegen. Das Robert-Koch-Institut hat einen aktuellen Bericht veröffentlicht.

 


Grippewelle in Bayern: 360 neue Influenza-Fälle


In der ersten Januar-Woche wurden 360 neue Influenza-Fälle gemeldet, in der fünften Kalenderwoche gab es bereits rund 2090 neue Fälle. Dies teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag mit. Insgesamt wurden in den ersten fünf Wochen 2018 laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 5504 neue Fälle gemeldet.

 

 

 


Im Januar wurden bereits zwei Todesfälle in der Bamberger Region gemeldet. Unter anderem starb ein Kind an den Folgen der Erkrankung. Aus diesem Anlass legte die Abteilung Gesundheitswesen im Landratsamt Bamberg den Bürger der Region die vorbeugende Grippeimpfung nahe. Junge Menschen zählen normalerweise nicht zu den Risikogruppen. Es handele sich um beklagenswerte Einzelfälle, sagt Heinz-Jürgen Wagner, Leiter des Fachbereichs im Landratsamt. Deshalb bestehe Anlass zu Vorsicht, aber nicht zu übertriebener Sorge oder gar Panik.

Auch das Kronacher Gesundheitsamt vermeldete am Donnerstag einen starken Anstieg der Influenza-Infektionen. Ging man dort am Mittwoch noch von 36 Fällen (seit dem 1. Januar) aus, ist diese Zahl bis Donnerstagnachmittag bereits auf 48 Erkrankungen gestiegen. Die Zahlen seien allerdings nicht sonderlich besorgniserregend, erklärt Helmut Weiß vom Kronacher Gesundheitsamt. Sie bewegen sich im Rahmen des bayernweit vermeldeten Anstiegs. Die Erkrankungen seien vergleichbar mit der vergangenen Saison - 2017 gab es im gleichen Zeitraum 54 Meldungen.

Für Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin bislang 15.188 labordiagnostisch bestätigte Grippe-Fälle für Deutschland gemeldet, wie aus dem aktuellen Wochenbericht des Instituts hervorgeht. Damit wurde mit Abstand der höchste Wert pro Woche seit Beginn der Grippewelle im Dezember registriert. In 12 Prozent der Fälle waren Patienten im Krankenhaus. Laut Bericht wurden auch mehrere Ausbrüche in Schulen und Kindergärten gemeldet.

Die Zahl der Arztbesuche, die der Influenza zugeschrieben werden, liege bislang unter dem Niveau der schweren Grippewelle 2016/17, erklärte Grippe-Expertin Silke Buda vom RKI. Zur Schwere der aktuellen Grippe-Welle insgesamt gab es allerdings noch keine Angaben - diese bewertet das Institut immer erst nach Saisonende.

 

 

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