Bamberg
Kirche

Gleich zwei Jubiläen rund um St. Anna

Vor 40 Jahren wurde die Pfarrkirche im Osten Bambergs geweiht. Seit 300 Jahren hat die Strullendorfer Wallfahrt sie zum Ziel.
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Zusammen mit Dekan Günter Höfer und Kaplan Rafael Biniek zogen die Gläubigen von St. Anna in einer Prozession zur Annastatue in der Pödeldorferstraße, wo früher eine Annakapelle stand. Alle Fotos:  Joseph Beck
Zusammen mit Dekan Günter Höfer und Kaplan Rafael Biniek zogen die Gläubigen von St. Anna in einer Prozession zur Annastatue in der Pödeldorferstraße, wo früher eine Annakapelle stand. Alle Fotos: Joseph Beck
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St. Anna im Osten Bambergs wurde vor 40 Jahren geweiht und kann so heuer ein rundes Jubiläum feiern. Noch ein größeres aber kann die Strullendorfer Wallfahrt nach St. Anna begehen, nämlich das 300-jährige Bestehen. Der Beginn ihrer Wallfahrt im Jahr 1719 führte die Strullendorfer zur damals gerade erbauten Annakapelle in die Pödeldorferstraße, an der jetzt eine Anna-Statue steht. Es ist der Platz gegenüber der früheren Jugendherberge, des jetzigen Kindergartens.

Die Strullendorfer pilgerten dorthin jedes Jahr, bis die Kapelle 1812 abgerissen wurde. Daraufhin zogen die Betenden in die Maria Hilf-Kirche in die Wunderburg. Als aber dann die neue St. Annakirche östlich des jetzigen Berliner Rings fertig war, wechselte man abermals und pilgerte nun in Kirche in der Heinkelmannstraße.

So machten sich auch dieses Jahr rund 100 Wallfahrer unter der Leitung von Michaela Stößel auf zum Fußmarsch durch den Hauptsmoorwald. Wie üblich werden sie in den Ortschaften und in der Stadt von den Strullendorfer Musikanten begleitet. Freudig wurden sie in St. Anna begrüßt und feierten mit den Pfarrangehörigen und Gästen das Hochamt der Kirchweih.

Fest der Lebensfreude

Dieses wurde zelebriert von Dekan Günter Höfer, Pfarrer i.R. Josef Eckert, Pfarrer i.R. Heinz Oberle und Kaplan Rafael Biniek. Die Pastoralreferenten Rudolf Brunner, Achim Zier und Hubertus Lieberth feierten den Jubiläumsgottesdienst ebenfalls mit.

In seiner Predigt sagte Pfarrer Eckert, dass die Kirchweih ein Fest der Lebensfreude sei. Er kam dann aber auch auf zentrale Fragen der heutigen Kirche zu sprechen: "Die Kirche ist kein Auslaufmodell, nicht am Ende, sondern am Aufbruch zu neuen Ufern. Ich wünsche mir Kirche als Gemeinschaft, in der Menschen versuchen, Wärme und Herzlichkeit und Liebe auszustrahlen, um gemeinsam die Sache Jesu Christi voranzubringen." Anstelle der Stille, die sonst nach Predigten folgt, gab es kräftigen und lang anhaltenden Beifall der Gläubigen. Und noch nach der Messe war eine Zuhörerin so ergriffen, dass sie meinte, diese Predigt müsse direkt nach Rom geschickt werden.

Dekan Höfer überreichte am Ende des Gottesdienstes als Dank Wallfahrtsführerin Michaela Stößel einen Blumenstrauß. Pfarrer Eckert gab auch Blumen an des Ehepaar Brigitte und Harald Schaad, die er vor 40 Jahren als Pfarrer von St. Anna getraut hatte.

Dank an die Spender

Gabriele Heyder vom Missionsausschuss dankte für die Spenden für die Projekte Schulbau in Uganda und das Kinder- und Hospizhaus in Bamberg.

Die "Trumpet Voluntary" unter ihrem Dirigenten Stephan Putz, der Strullendorfer Chor "Rhythmix" und die Strullendorfer Musikanten, die beide von Andreas Brunner geleitet wurden, umrahmten die Jubiläumsmesse musikalisch. Die Grüße der Stadt Bamberg überbrachte Zweiter Bürgermeister Christian Lange (CSU). In der Vorabendmesse sang der Polizeisängerchor.

Die Annakirchweih feierten auch viele Besucher im Festzelt mit dem Duo "Con Brio", der Band "Eulenvolk", den Don-Bosco-Musikanten und den Pettstadter Musikanten. Es gab sogar ein Festbier, die "St. Anna Jubiläums Weiße".

Am meisten beim Jubiläum freute sich der "Unruheständler" Josef Eckert. Er war der erste Pfarrer in St. Anna, wurde am Annatag vom damaligen Dekan Kropp installiert und hatte von seiner Mutter immer wieder Hinweise auf die Heilige Anna erhalten.

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