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Pommersfelden
Bürgermeisterwahl

Gerd Dallner macht das Rennen

Mit 76,4 Prozent behauptet er sich gegen Angela Nußer und tritt das Erbe von Hans Beck an.
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Verliererin Angela Nußer und Sieger Gerd Dallner: Die beiden Bewerber um den Bürgermeisterstuhl gingen sehr freundschaftlich miteinander um.  Foto: Evi Seeger
Verliererin Angela Nußer und Sieger Gerd Dallner: Die beiden Bewerber um den Bürgermeisterstuhl gingen sehr freundschaftlich miteinander um. Foto: Evi Seeger

PommersfeldenDer künftige Bürgermeister der Gemeinde Pommersfelden und Nachfolger von Hans Beck ist Gerd Dallner aus Steppach. Bei der gestrigen Wahl setzte sich der 48-jährige Rechtsanwalt mit 1351 (76,4 Prozent) Stimmen gegen seine Mitbewerberin Angela Nußer durch, der 417 Wähler (23,6 Prozent) ihr Votum gaben.

Keine Überraschung

Eine echte Überraschung ist Dallners Abschneiden allerdings nicht. Hat sich der Kandidat der Freien Wählergemeinschaft Steppach doch seit Jahren vor allem im Sport für Gemeinschaftlichkeit in den Ortsteilen eingesetzt. Kandidatin Angela Nußer, 47 Jahre alt und Kunsthistorikerin, traf mit Sohn Atreju und Tochter Ronja kurz nach 18 Uhr vor dem Rathaus ein. Wegen der Corona-Krise blieb dieses allerdings für die Öffentlichkeit verschlossen. "Ich freue mich über jede Stimme", antwortete Nußer auf die Frage, ob sie denn so kurz vor der Entscheidung aufgeregt sei. Es habe wohl von Anfang an einen "klaren Favoriten" gegeben, räumte Nußer ein. Gerd Dallner, der inzwischen mit seiner Frau Nicole ebenfalls eingetroffen war, zeigte sich seiner Mitbewerberin gegenüber sehr freundschaftlich. Beide arbeiten schließlich schon seit 2014 im Gemeinderat zusammen.

Für Angela Nußer war es allerdings der zweite Anlauf um den Bürgermeistersessel. Sie hatte bereits 2014 für den Bürgerblock Pommersfelden kandidiert.

Mittlerweile hatten sich auch einige Bürger eingefunden, zumeist Bewerber für ein Mandat als Gemeinderat, die das Ergebnis aus erster Hand vernehmen wollten. Bereits um 18.08 Uhr hatte als erstes der drei Wahllokale Sambach ausgezählt, dann trafen Pommersfelden und Steppach ein. Es dauerte noch etwas, bis Bürgermeister Hans Beck vor die Türe des Rathauses trat und das Ergebnis bekannt gab. Danach spendierte Beck für alle ein Gläschen Sekt. Eine große Wahlparty wird es wohl aufgrund der Corona-Krise nicht geben. Bei insgesamt 2416 Wahlberechtigten lag die Wahlbeteiligung bei 75,2 Prozent. Die Möglichkeit der Briefwahl hatten 1211 Wähler wahrgenommen, 627 waren persönlich gekommen.