Gerach
Ortsbeschreibung

Naturpark und architektonische Sehenswürdigkeiten in Gerach

Die zweitkleinste Gemeinde im Landkreis Bamberg, Gerach, hat eine prachtvolle Kirchenburg, ein Naturlehrpfad und eine Jugendbeauftragte.
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Der Geracher Kirchturm. Foto: inFrankenPix-Nutzer "HGötz"
Der Geracher Kirchturm. Foto: inFrankenPix-Nutzer "HGötz"
Inmitten des Naturparks Haßberge befindet sich das kleine Dörfchen Gerach. Die oberfränkische Gemeinde teilt sich in die drei Ortsteile Gerach, Mauschendorf und Laimbachsmühle und beheimatet knapp über 1000 Einwohner. Mit einer Lage zwischen Bamberg und Ebern bietet Gerach seinen Bürgern eine gut ausgebaute Infrastruktur. Auch sonst ist das Leben in Gerach bequem. Zahlreiche Bänke und Rastplätze innerorts und ein weitreichendes Wanderwegnetz geben den Geracher Gelegenheit zu jeder Jahreszeit die Natur zu genießen.


Naturpark mit Zukunft

Wer beim Gang nach Draußen zugleich etwas für seine Bildung tun möchte, der ist hier ebenfalls an der richtigen Stelle, schließlich gibt es hier einen im Jahr 1976 gebauten Naturlehrpfad. Da dieser mit der Zeit etwas in die Jahre gekommen ist und an Qualität einbüßen musste, hat die Gemeinde eine Neugestaltung beschlossen. Etwa 30000 Euro sollen in den Umbau fließen, in dem auch viel Eigenleistung stecken wird.

Den Gerachern liegt ihr Naturlehrpfad am Herzen, das liest sich schon aus den vielfältigen Plänen, die sie für den dreieinhalb Kilometer langen Weg entwickelt haben. Unter den Vorschlägen, die nun in das neue Konzept eingearbeitet wurden, sind unter anderem ein Insektenhotel, eine Station zum Fährtenlesen, ein Baumscheibenkalender, Klanghölzer und eine Sprunggrube. Sitzgelegenheiten und ein Müllplatz zur sachgerechten Entsorgung der Proviantverpackung sorgen für zusätzlichen Komfort.


Architektonische Sehenswürdigkeiten

Ein baulicher Höhepunkt Gerachs ist die spätromanische Kirchenburg St. Vitus, die nach dem heiligen St. Veit benannt wurde. Die bereits im zwölften Jahrhundert erbaute Filialkirche der Baunacher Pfarrei St. Oswald zählt zu den ältesten Kirchen in Franken. Das Bauwerk beeindruckt mit einem holzvertäfelten Tonnengewölbe und mächtigen, wehrfesten Mauern.

Einzelne frühgotische Elemente, wie das Kreuzrippengewölbe im Altarraum weisen auf die beim Bau der Kirche bereits anbrechende Stilepoche der Gotik. Wie den meisten Kirchen in Bayern bescherte der Barock auch St. Vitus einiges an farbenfrohem Zierwerk. Gemeinsam mit der Kirche fügen sich zahlreiche Fachwerkhäuser und weitere Baudenkmäler wie Sandsteinfeldkreuze zu einem traditionell fränkischen Ortsbild zusammen.


Ein Ort für Familien

In Gerach sind junge Familien gut aufgehoben. Es gibt einen Kindergarten, eine breite Auswahl verschiedener Schulen in den unmittelbar umliegenden Dörfern und sogar eine Jugendbeauftragte. Frau Hartmann wurde vom Gemeinderat gewählt, damit sie sich um die Belange der Kinder und Jugendlichen im Ort kümmert. Jugendbeauftragte sind Ehrenamtliche, die ortsansässige Eltern und ihre Kinder und deren Interessen im Gemeinderat vertreten. Für frischen Wind im Ort sorgen die beiden Neubaugebiete, die "Ortenleite" und eine Fortführung des Reckendorfer Wegs. Ein reges Vereinsleben macht das Dorf zu einer lebendigen Gemeinde. Mehrere Fußball-Fanclubs, Sportvereine, Musikanten, die Traktorfreunde und viele andere laden zum geselligen Miteinander ein.

von Vanessa Höfner
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