Bamberg
Spender gesucht

Erzbistum Bamberg braucht 27.000 Euro für Kunst-Installation - Crowdfunding gestartet

Ende Juli eröffnet eine neue Sonderausstellung im Bamberger Diözesanmuseum. Darauf will das Erzbistum mit einem Lichtkunstprojekt aufmerksam machen - das auf ungewöhnliche Weise finanziert werden soll: Über eine Crowdfundingaktion werden Spender gesucht.
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Ab 26. Juli könnten abwechselnd die Worte "O Good God" am Bamberger Dom aufleuchten. Für eine Sonderausstellung wäre die Neon-Installation das perfekte Aushängeschild, meint das  Bamberger Diözesanmuseums. Foto: pressestelle@erzbistum-bamberg.de
Ab 26. Juli könnten abwechselnd die Worte "O Good God" am Bamberger Dom aufleuchten. Für eine Sonderausstellung wäre die Neon-Installation das perfekte Aushängeschild, meint das Bamberger Diözesanmuseums. Foto: pressestelle@erzbistum-bamberg.de

Eine Sonderausstellung im Diözesanmuseum in Bamberg könnte mit einem Spezialeffekt garniert werden: Die Ausstellung "Der Funke Gottes! Schatz + Wunderkammern im Bamberger Diözesanmuseum" soll einen ganz besonderen Hingucker bekommen. Geplant ist ein Lichtkunstprojekt des Berliner Künstlers Via Lewandowskyzwischen den beiden Türmen des Doms, teilte das Erzbistum am Dienstag mit.

Lichtkunstprojekt am Bamberger Dom: 27.000 Euro nötig

In den nächsten Tagen wolle man bei einer Crowdfundingkampagne für die Neon-Installation Geld zusammenbekommen. Für Produktion, Transport und Aufbau des Schriftzugs würden 27.000 Euro benötigt. Der Künstler verzichte auf sein Honorar, hieß es.

In 60 Metern Höhe werde die Neon-Skulptur mit einer Spannweite von etwa zehn Metern vom 26. Juli bis 10. November nachts die Stadt beleuchten. Sie lässt abwechselnd die Worte "O Good God" aufleuchten. Für die Sonderausstellung, die am 26. Juli eröffnet wird, wäre die Installation das perfekte Aushängeschild, sagte der Leiter des Bamberger Diözesanmuseums, Holger Kempkens.

Hier werde zeitgenössische moderne Kunst auf Jahrhunderte alte sakrale Werke treffen. Arbeiten von Ai Weiwei, Andy Warhol, Markus Lüpertz oder Joseph Beuys sollen religiösen Bildwerken aus dem 15. bis 18. Jahrhundert oder früherer Schnitz- und Bildhauerkunst unbekannter Meister gegenüberstehen.

Via Lewandowsky studierte in Dresden und Berlin, war Gastprofessor an der Akademie der Künste München und der Universität der Künste Berlin. Seine Werke wurden unter anderem in China, Korea, Kanada und Australien gezeigt. Er konnte seine Arbeit auch im MoMA New York präsentieren, heißt es in der Mitteilung.

Kampagne läuft noch bis 30. Juni

Noch bis 30. Juni kann das Projekt auf der Crowdfunding-Plattform "Kickstarter" mitfinanziert werden. Aktuell hat das Projekt 39 Unterstützer, die knapp 5600 Euro gespendet haben (Stand: 19. Juni 2019, 10.30 Uhr).

Für Spenden zwischen neun und 2000 Euro erhalten Förderer unterschiedliche Belohnungen - etwa Freikarten oder und Katalog für die Ausstellung. Via Lewandowsky hat außerdem eine limitierte Miniaturausführung von "GOOD GOD" herausgegeben.

Noch bis zum 14. Juli 2019 ist im Bamberger Diözesanmuseum die Sonderausstellung Engelwelten zu sehen.

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