Hirschaid
Einweihung

Für die Kinder nur das Beste!

Es ist ein Meisterwerk der Dorfgemeinschaft: Der neue Spielplatz in Köttmannsdorf kann sich wahrlich sehen lasssen.
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Da fühlen sich die Kleinen doch gleich pudelwohl: der neue Spielplatz in Köttmannsdorf ist ein Schmuckstück. Foto: Werner Baier
Da fühlen sich die Kleinen doch gleich pudelwohl: der neue Spielplatz in Köttmannsdorf ist ein Schmuckstück. Foto: Werner Baier
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Für unsere Kinder nur das Beste! Nach diesem Motto scheint der Spielplatz in Köttmannsdorf gestaltet worden zu sein, der just am "Weltkindertag" gesegnet und seiner Bestimmung zugeführt worden ist. Am Ende der Von-Soden-Straße wurde aus einem Kartoffelacker der Familie Albert ein mustergültiges Spielgelände, sogar mit einem fachmännisch von Daniel Nickel gezimmerten Pavillon und einer von der Schreinerei Wichert gespendeten Ausstattung: Tisch, Bänke und eine Spielzeugkiste.

1250 Arbeitsstunden wurden seit Herbst 2017 ehrenamtlich geleistet, um aus dem verunkrauteten Feld am Ortsrand von Köttmannsdorf einen attraktiven Treffpunkt für Kinder, Eltern und Großeltern zu machen, informierte Andreas Krolikowski als Sprecher des Helferteams. Dabei ist der Ausbau ist noch nicht ganz abgeschlossen. Sobald genügend Geld eingesammelt ist, sollen noch eine Seilbahn angeschafft und eine Boccia-Bahn angelegt werden.

Da konnte Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann (CSU) der Dorfgemeinschaft nur gratulieren und seinem zweiten Stellvertreter Hans Wichert danken: Der Dritte Bürgermeister von Hirschaid hatte vor drei Jahren den Auftrag bekommen, den 2013 geäußerten Wunsch der Köttmannsdorfer zu erfüllen. Als Repräsentant der Wählergemeinschaft Sassanfahrt-Köttmannsdorf-Rothensand setzte Wichert alle Hebel in Bewegung, um das Projekt zu verwirklichen. Und er ging als Schreinermeister mit gutem Beispiel an bürgerlichem Engagement voran. Ulrich Busch aus Seigendorf bündelte die Vorstellungen der jungen Köttmannsdorfer in einem respektablen Plan, für dessen Umsetzung der Marktgemeinderat rund 60 000 Euro bereitstellte.

Nach Beseitigung des Wildwuchses sowie den Erd- und Planierarbeiten mussten Baugruben ausgehoben und Fundamente betoniert werden, wobei der Spielplatzbeauftragte des Marktes, Stefan Dotterweich, die Regie hatte. 195 Tonnen Sand wurden verteilt, 35 Tonnen Beton verbaut, 45 Tonnen Schotter ausgebreitet, 350 Tonnen Aushub und Abraum bewegt und 420 Tonnen Mutterboten zur Rekultiviert geschüttet. 51 Baggerstunden sowie 46 Einsatzstunden von Traktor und Radlader hatte Andreas Krolikowski registriert - all das wurde unentgeltlich geleitet. Und sogar die Feuerwehr half mit, denn ohne ihre Beregnungseinsätze hätte man bei der vorherrschenden Gluthitze und Trockenheit keinen Rasenansaat zum Sprießen gebracht. Heraus kam ein Meisterwerk der Dorfgemeinschaft. Ihre für den Spielplatz freiwillig erbrachte Arbeitsleistung hat bei den heutigen Handwerkerpreisen einen Wert von über 50000 Euro.

Dank an alle Helfer

Grund genug für Dritten Bürgermeister Wichert, dem "Spielplatz-Kapo" Waldemar Krolikowski für sein unermüdliches Mitwirken den "Bauoskar" zu verleihen, einen Spaten mit versilbertem Blatt und vergoldeter Inschrift zum Zeichen des Dankes. Darüber hinaus dankte Wichert allen Helfern und Firmen-Spendern sowie den Marktgemeinderäten und Gemeindebediensteten, die zum Gelingen des Projektes beigetragen hatten.

Die Pfarrer Eckhard H. Mattke und Robert Mayr baten um den Schutz Gottes für die Spielplatzbenutzer. Die Seelsorger stellten die Bedeutung des Spielens in freier Natur für die Entwicklung der Persönlichkeit und der Sozialkompetenz der Kinder hervor, Ausgangspunkt eines künftigen Miteinanders in Liebe und Toleranz.

Landrat Johann Kalb (CSU) beglückwünschte die Köttmannsdorfer zu dem "außerordentlich gut gelungenen" Spielplatz und brachte zwei Fußbälle mit dem "Fair-Trade-Siegel" mit. Für den Landrat war die Einweihung ein schöner Auftakt der Woche des Ehrenamts.

Und die kleinen Köttmannsdorfer? Die ließen sich von all den wohl gesetzten Worten der Honoratioren nicht daran hindern, nach Herzenslust die neuen Spielgeräte zu erobern, den Kletter- und Rutschturm, die Schaukeln, Wippen und Balance-Balken, die Reck- und Ringeanlage. Oder sie schwangen sich mal auf den hölzernen Gaul, den Hans Wichert zu guter Letzt auch noch spendierte. Hoppe, hoppe Reiter ...

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