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Forchheim
Auszeichnung

Frauen fördern Kunst in der Metropolregion

Die Soroptimistinnen verliehen ihren zweiten Kunstpreis der Metropolregion. Die Fürtherin Kathrin Hausel erhält die mit 4000 Euro dotierte Auszeichnung.
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Elke Raschzok-Falk (SI Forchheim), Preisträgerin Kathrin Hausel und die Forchheimer SI-Präsidentin  Susanne Heydenreich freuen sich bei der Preisübergabe des Kunstpreises.
Elke Raschzok-Falk (SI Forchheim), Preisträgerin Kathrin Hausel und die Forchheimer SI-Präsidentin Susanne Heydenreich freuen sich bei der Preisübergabe des Kunstpreises.
"Ich lag gerade mit Grippe im Bett als der Anruf kam, dass ich den Preis bekomme", erzählte die Fürther Künstlerin Kathrin Hausel. Ihr wurde am Donnerstag in der Kaiserpfalz in Forchheim der zweite Soroptimisten-Kunstpreis der Metropolregion Nürnberg von Elke Raschzok-Falk Soroptimist International Forchheim überreicht. Die Auszeichnung ist mit 4000 Euro dotiert.

"Nach dem Anruf wurde ich schnell wieder gesund", sagte die Künstlerin und lachte. Sie sei überrascht gewesen und habe mit dieser Ehre gar nicht gerechnet. "Ich male schon immer. Jetzt male ich oft abends, statt fernzusehen", erzählte Kathrin Hausel, die 1979 in Fürth geboren wurde, Malerei studiert hat und jetzt als Kunstlehrerin tätig ist.

Ihr Mann und die drei Kinder waren ebenfalls in die Kaiserpfalz gekommen, um der aufgeregten Preisträgerin Kraft zu geben. In ihrer Rede dankte Kathrin Hausel auch ihren Eltern, die sie immer unterstützt haben.

Rosi Kraus, stellvertretende Landrätin des Landkreises Forchheim, gab in ihrer Ansprache zu, dass ihr der Club der Soroptimistinnen vorher nicht so viel gesagt habe, deshalb habe sie sich informiert und sei begeistert von deren ehrenamtlicher Arbeit. Der Name des Clubs mit dem Motto "Eine weltweite Stimme für Frauen" leitet sich ab von sorores optimae (lateinisch: beste Schwestern) und ist mit rund 80 000 Mitgliedern in 130 Ländern die weltweit größte Serviceorganisation berufstätiger Frauen. Sie setzen sich ein für Aus- und Weiterbildung von Frauen, für Menschenrechte, internationale Verständigung und Frieden, für Freundschaft und ehrenamtliches Engagement.



Anke Steinert-Neuwirth, Geschäftsführerin des Forums Kultur der Metropolregion Nürnberg, ging in ihrer Rede auf die Funktion von solchen Preisen ein: "Das macht die Person sichtbar, es gibt eine Förderung, es lenkt den Blick auf die Soroptimisten und fördert den Stolz auf die Region." Frauen müssten von der Kunst auch leben können, denn es sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zu den Werken von Kathrin Hausel sagte Anke Steinert-Neuwirth: "Ihre Illustrationen sind einfach genial." Laudatorin Amely Deiss, Leiterin des Kunstpalais Erlangen, erspürte in der Malerei der Künstlerin "eine unglaubliche Kraft, manchmal sogar Brutalität" und bezeichnete die Werke als "zugleich zart und liebevoll." Kathrin Hausel übersetze aktuelle und gesellschaftliche Themen frei und verbinde sie mit Mythologie. Die neun Soroptimist International-Clubs der Metropolregion Nürnberg hatten je eine Künstlerin nominiert. Der Club Forchheim-Kaiserpfalz hatte Claudia Wirth vorgeschlagen, der Club Fürth die Preisträgerin Kathrin Hausel.