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Adventsaktion

"Franken helfen Franken": Dank für Spenden an Kita und Seniorenzentrum

Dank der Spenden freut man sich in der Oberlin-Kita über ein Holzhaus und im Albrecht-Dürer-Seniorenzentrum über mehr Aromapflege.
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Das neue Stelzenhaus für die Kita Friedrich Oberlin in der Wunderburg in Bamberg wurde schon aufgebaut. Foto:Ronald Rinklef
Das neue Stelzenhaus für die Kita Friedrich Oberlin in der Wunderburg in Bamberg wurde schon aufgebaut. Foto:Ronald Rinklef
Die kleine Norah wollte es schon noch mal genau wissen: Was denn nun mit dem Stelzenhaus zum Klettern und Toben ist? Ein Holzhaus, auf das die Kinder der Kita Friedrich Oberlin in der Wunderburg schon lange hinfiebern.
Doch bisher ist es am Geld gescheitert, denn 7000 Euro musste die Einrichtung für so ein Pfahlhaus schon hinlegen. Gut 4000 waren dank eines von Eltern veranstalteten Basars und einer Spende der Sparkasse zwar zusammengekommen, doch woher sollte der Rest kommen?

Dann die unerwartete Nachricht: Das Unternehmen Bayernhafen Bamberg spendet 3500 Euro. "Ich war ganz überrascht und habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass wir von einer Firma so viel kriegen!", sagt Kita-Leiterin Petra Beck. Die Freude ist ihr anzuhören. Doch das war noch nicht alles: Hinzu kamen Einzelspenden von Privatpersonen und schließlich rundete die Mediengruppe Oberfranken (MGO), unter deren Dach der Spendenverein "Franken helfen Franken" beherbergt ist, die Summe noch auf. Am Ende steht ein Betrag von 4300 Euro, den die Kita nun verwenden kann.
"Wir haben gleich das Holzhaus bestellt", erzählt Petra Beck. Nun wurde es aufgebaut - für die Kinder eine Riesenüberraschung, denn die Mitarbeiterinnen hatten bis zu diesem Zeitpunkt nicht verraten, dass das Stelzenhaus nicht mehr nur ein Wunsch bleiben wird.

Den Rest der Spenden will Petra Beck zum einen in die Kinderbibliothek stecken: "Wir wollen sie mit zweisprachigen Büchern erweitern." Denn die kleinen Geschichtenlauscher stammen aus über 20 Nationen, "wir sind auch Sprach-Kita", merkt die Leiterin an.
In der Kinderbücherei können die Eltern einmal pro Woche Bücher ausleihen, die dann nach zwei Wochen wieder ihren Weg zurück in die Kita finden. Das sei nicht nur praktisch, sondern komme auch jenen Eltern zu Gute, die nicht so viel Geld hätten, um immer neue Bücher zu kaufen.
Apropos Geld: Völlig ehrenamtlich arbeiten die Helfer im "Kinderbistro", wo es um die Zubereitung eines gesunden Frühstücks geht. Die fünf Ehrenamtlichen sollen als Dank für ihr Engagement einen Gutschein erhalten, finanziert aus einem weiteren Teil der Spenden.


Große Freude im Seniorenheim

Doch nicht nur in der Wunderburg, auch in Bamberg-Ost ist die Freude groß: 1000 Euro gehen an das Albrecht-Dürer-Seniorenzentrum, ebenfalls ein Haus der Diakonie Bamberg-Forchheim. Als Einrichtungsleiterin Christine Lechner von der Spendensumme erfährt, ist sie ganz baff. "Damit habe ich nicht gerechnet. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die für uns gespendet haben!" "Uns", das sind Mitarbeiter und vor allem Bewohner der Einrichtung. Dort werden seit etwa einem Jahr drei Zimmer für sterbende Menschen freigehalten, die durch eine akute Krise oder eine chronische Krankheit nicht mehr länger zu Hause gepflegt werden können.

Um den Menschen ihren letzten Weg so erträglich wie möglich zu gestalten, möchte das Team die Zimmer mit den Spendengeldern noch weiter verschönern. "Wir können nun Relaxsessel zur Entspannung anschaffen - und zwar welche mit Rollen", sagt Christine Lechner.
Denn gerade in der Palliativversorgung könnten die Sterbenden das Bett nur noch selten verlassen. "Mit bequemen Sesseln auf Rollen, in Liegeposition, können wir sie auch einmal wo anders hinschieben."
Vielleicht hinaus auf den Gang, um zu sehen, was dort so passiert? Gut möglich, dass es Dank der Spenden über "Franken helfen Franken" bald noch weniger nach Altenheim riecht: Das Haus kann nun elektrische Raumbedufter anschaffen, die angenehme Gerüche verbreiten sollen.
Aromapraktikerin Jutta Pauly-Schroll mischt außerdem aus biologisch angebauten Ölen Cremés an, die den Bewohnern ein wohliges Gefühl vermitteln sollen, gerne auch mit dem persönlichen Lieblingsduft. Doch auch die Angehörigen sind dankbar, wenn sie mit einbezogen werden, so die Erfahrung im Seniorenzentrum: Die Familie kann sich an der Pflege beteiligen, zum Beispiel mit einer Handmassage für den geliebten Menschen.
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