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Fotowettbewerb: So ist das Leben im Bamberger Welterbe

Baumelnde Füße vor Klein-Venedig - damit räumte Silke Hollstein beim Fotowettbewerb von Zentrum Welterbe, Fränkischer Tag und Universität ab.
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Mit dem Bild "Dem Weltkulturerbe auf den Fersen" überzeugte Silke Hollstein aus Zürich die Jury und gewann den ersten Platz beim Fotowerb "Leben im Welterbe".
Mit dem Bild "Dem Weltkulturerbe auf den Fersen" überzeugte Silke Hollstein aus Zürich die Jury und gewann den ersten Platz beim Fotowerb "Leben im Welterbe".
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Im Welterbe zu leben, ist unglaublich facettenreich, immer spannend, aufregend in jederlei Hinsicht, überraschend witzig und jeden Tag etwas anders. Das dokumentieren auch die 138 Bilder, die beim Fotowettbewerb "Leben im Welterbe" eingereicht wurden. Die zehn besten Beiträge wurden am Dienstagabend direkt vor dem Festakt anlässlich von "25 Jahre Welterbe" in der Konzert- und Kongresshalle mit Preisen ausgezeichnet und im dortigen Foyer allen Festgästen in einer Ausstellung präsentiert.

Junges Lebensgefühl

Wie anziehend Bamberg für Fotografen ist, zeigt sich im Siegerbild. Der erste Platz bleibt nämlich nicht in der Stadt, auch nicht in Franken oder Bayern, ja nicht einmal in Deutschland. Er geht an Silke Hollstein und damit nach Zürich. In ihrem Bild baumeln zwei Füße zur Abkühlung von einem Holzsteg in die Regnitz - im Hintergrund ist das sommerliche Klein-Venedig zu sehen. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) würdigte in seiner Rede die "außergewöhnliche Perspektive" gepaart mit dem "jungen Lebensgefühl der Studentenstadt Bamberg", das die Jury begeistert hätte.

Auch auf Platz 2 landete ein "Auswärtiger": Marcus Spiegel aus Großniedesheim (Rheinland-Pfalz) hielt eine der vielen Touristengruppen auf der Oberen Brücke fest. "Ein alltägliches Motiv, das aufgrund starker Kontraste besonders ausdrucksstark wirkt", lobte Starke. Einen anderen Blick auf das Welterbe lieferte der Bamberger Fotograf Werner Kohn mit seinem "Sandphant": Ein barfüßiger Straßenmusiker spielt neben einem beschmierten Haus Gitarre. Den Begriff "Leben" sah die Jury hier besonders stark umgesetzt.

Ein Pferd auf dem Domplatz

Auch über diese drei Bilder auf dem Treppchen und die zehn ausgestellten hinaus gab es vielsehenswerte Beiträge bei dem Wettbewerb, zu dem das Zentrum Welterbe gemeinsam mit dem Fränkischen Tag und der Universität aufgerufen hatten. So hatten die Viertplatzierten Daniela Schreyer und Oliver Giel für ihr Bild "Der Bamberger Reiter" eigens ein Pferd auf den Domplatz gebracht. Im Welterbe zu leben, kann also auch tierisch schön sein.

Die nicht leichte Aufgabe, die besten Bilder auswählen hatten die Jury-Mitglieder Prof. Dr. Jörn Glasenapp (Lehrstuhl für Literatur und Medien an der Universität Bamberg), Ulrich Bauer-Bornemann (Stiftung Weltkulturerbe Bamberg), Michael Memmel (FT-Lokalredaktion), Jürgen Schraudner (Stadtarchiv) und Patricia Alberth (Zentrum Welterbe).

Die zehn besten Bilder

Platzierungen: 1. Silke Hollstein (Zürich), 2. Marcus Spiegel (Großniedesheim), 3. Werner Kohn (Bamberg), 4. Daniela Schreyer und Oliver Giel (Bamberg), 5. Rudolf Brunner (Bamberg), 6. Laurent Perraut (Bamberg), Jürgen Pape (Bamberg), Michael Neudecker (Hallstadt), 7. Bernd Hänsel (Bamberg), 8. Claudia John (Bamberg)

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