Bamberg
Kasernenschließung

Flaggen in der Bamberger Kaserne zum letzten Mal eingeholt

Mit dem letzten Einholen der amerikanischen und der deutschen Flagge endet eine Ära. Viele Gäste begleiteten die feierliche Zeremonie bei regnerischem Wetter.
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Im Hauptquartier der Lagarde-Kaserne werden die amerikanische und die deutsche Fahne ein letztes Mal eingeholt. Foto: RiegerPress
Im Hauptquartier der Lagarde-Kaserne werden die amerikanische und die deutsche Fahne ein letztes Mal eingeholt. Foto: RiegerPress
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Ende einer Ära: Die Bamberger US-Garnison ist geschlossen. Der letzte Akt war am Freitagnachmittag das Einholen der Flaggen.

Man hätte glatt meinen können, dass auch die Fahnen um das Ende der Bamberger US-Kaserne wussten: Denn so oft man in den letzten Jahren am amerikanischen Hauptquartier in der Warner Barracks vorbei fuhr oder - lief, wehte meist die amerikanische Fahne in ihrer vollen Pracht, während die deutsche eher schlaff nach unten hing. Am Freitag, bei der offiziellen Schließungszeremonie, war es hingegen genau umgekehrt.


Das letzte Einholen der Fahnen verfolgten neben zahlreichen Zivilangestellten auch rund 200 geladene Ehrengäste. Zuerst wurde die Bamberger Garnisonsfahne eingerollt, ehe dann ein letztes Mal die deutsche und die amerikanische Flagge, die seit 69 Jahren in der US-Kaserne wehen, eingeholt wurden.

Die Stimmung war bewegend, und das regnerische, kühle Wetter passte zu diesem Abschied.
Viele Gäste - und nicht nur die Zivilangestellten, die mit dem Abzug der Amerikaner ihre langjährigen und sicheren Arbeitsplätze verloren haben - kämpften sichtlich mit den Tränen, als zum letzten Mal das "Retreat" (Trompetensignal zum Einholen der Fahne) geblasen wurde. Ein letzter Kanonenschuss, ein paar letzte Erinnerungsfotos unter dem Kennedy-Boulevard-Schild - so endete das letzte Kapitel in der Geschichte der US-Kaserne.

Die Freundschaft hat Bestand
Doch wie heißt es so schön: Wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf. Oder wie es der letzte Kommandierende vom USAG Ansbach, Colonel Christopher M. Benson formulierte: "So bittersüß der Moment ist, wissen wir doch, dass trotz unseres Abzuges die Stadt Bamberg weiterhin blühen und gedeihen wird."

Auch sei der Abzug der Amerikaner kein Ende, sondern ein neuer Anfang, bei dem die Freundschaft zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Volk weiterhin Bestand haben wird.

"Auf Wiedersehen und vielen Dank für die Gastfreundschaft. Until we meet again!", so Bensons letzte Worte.
Am Maxplatz wurde anschließend die eingeholte amerikanische Fahne dem Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Andreas Starke, übergeben. Dort fand seit dem Nachmittag ein Bürgerfest statt mit deutsch-amerikanischen Spezialitäten. Am Abend gab es ein gemeinsames Konzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim und der USAREUR-Showband.

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