Bamberg
Integration

Fest auf dem Bamberger Maxplatz für Demokratie und Menschenrechte

Auf dem Maxplatz veranstaltete der Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt zum Auftakt der Interkulturellen Wochen ein buntes Fest. Zahlreiche Infostände widmeten sich dem Thema Asyl und forderten die Abschaffung der Folter.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Harald Rieger
Foto: Harald Rieger
+7 Bilder
Döner, Cevapcici, rumänischer Rotwein und irgendwo dazwischen fränkische Bratwürste: Wer Abwechslung liebt, kam am Samstag auf dem Maxplatz kulinarisch auf seine Kosten. Dazu strahlte die Sonne vom Himmel. Und das Publikum bewunderte Kinder, die auf der Bühne zu südländischen Klängen tanzten.

Ja, so feierte man den Auftakt der 20. Interkulturellen Wochen unter der Federführung des Migranten- und Integrationsbeirates der Stadt Bamberg (MIB). Allerdings ging's nicht ausschließlich um das gesellschaftliche Miteinander. Die Veranstalter wollten auch daran erinnern, wie Mohamed Hédi Addala als Vorsitzender des MIB in seinem Grußwort betonte, dass man in Deutschland weiterhin wachsam sein müsse, um Demokratie und Menschenrechte zu schützen.

Engagement für politische, religiöse und kulturelle Freiheit

"In diesen Tagen werden vielerorts die Gemeinsamkeiten der Menschenfamilie ausgeblendet und in hetzerischer Absicht als etwas Schädliches interpretiert", meinte Addala in seiner kurzen Ansprache. Welche barbarischen Folgen dererlei Verblendung hat, werde im Gazastreifen, der Ostukraine, dem Nahen Osten und andernorts nur zu deutlich. Leider, so bedauerte der Redner, seien gerade verunsicherte Heranwachsende für den "Samen des Hasses" besonders empfänglich: "Kinder, die bei uns geboren wurden und aufgewachsen sind, können sich derart radikalisieren, dass sie als brutale Mörder im Irak und Syrien ungeheuerliches Leid verursachen", sagte der Vorsitzende des MIB. Umso wichtiger sei es, dass alle Deutschen für die plurale Gesellschaft einstehen und sich täglich für die politische, religiöse und kulturelle Freiheit engagieren.

Auch zahlreiche Aktions- und Informationsstände verwiesen am Maxplatz auf Gewalt, Elend und Missstände in aller Welt. So prangerte z. B. Amnesty International Folter an, während die Bamberger GAL mit Asyl-Plätzchen für ihren Bamberger Appell und mehr Platz für Asylsuchende warb. Darüber hinaus wurde gemeinsam ausgelassen gefeiert. Für Stimmung sorgte auch das umfangreiche Bühnenprogramm. Satte zwölf Stunden lang gab's beispielsweise türkische Sazmusik, albanische Tanzfolklore, brasilianische Sambaaufführungen und manches mehr.

Bis 15. November

Die Interkulturellen Wochen dauern noch bis einschließlich 15. November. Mehr als hundert Veranstaltungen von zahlreichen Bamberger Institutionen, Organisationen, Kirchen und Vereinen sorgen für ein breit gefächertes Programm. Es reicht von orientalischen Tänzen, die an dieser Stelle nicht fehlen dürfen, über Führungen und Vorträge bis hin zu Ausstellungen und selbst Rockkonzerten.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren