Laden...
Bamberg
Wahlen

Es bleibt bei zwölf Bamberger OB-Kandidaten

Zum Ende der Anmeldefrist bleibt es in der Stadt bei den bekannten Bewerbern um das Amt des Oberbürgermeisters, von denen vier noch Unterstützer brauchen. Im Landkreis kam kurz vor Toresschluss noch eine Liste hinzu.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vertreter von Volt und Bambergs Mitte werben vor dem Rathaus am ZOB um Unterstützerunterschriften. Foto: Stefan Fößel
Vertreter von Volt und Bambergs Mitte werben vor dem Rathaus am ZOB um Unterstützerunterschriften. Foto: Stefan Fößel

Bis 18 Uhr konnten am Mittwoch Parteien und politische Gruppierungen noch Vorschläge für die Kommunalwahlen am 15. März einreichen. In Bamberg kamen bis zur Schließung des Wahlamtskeine weiteren Listen oder OB-Kandidaten hinzu.

Auf den Wahlzetteln für die Stadtratswahl gesetzt sind die Listen von CSU, SPD, Grünes Bamberg, FDP, BBB, BA, BuB, BaLi, FW und AfD, dagegen brauchen ÖDP, Volt, Die Partei und Bambergs Mitte noch Unterstützerunterschriften. Von den zwölf OB-Kandidaten Andreas Starke (SPD), Christian Lange (CSU), Jonas Glüsenkamp (Grüne), Martin Pöhner (FDP), Ursula Redler (BA), Daniela Reinfelder (BuB), Stephan Kettner (BaLi), Claudia John (FW), Hans-Günther Brünker (Volt), Fabian Dörner (Partei), Gregor Großkopf (Wunderburger) und Thomas Kellermann (BM) brauchen vier (Dörner, Brünker, Kellermann und Großkopf) bis zum 3. Februar noch 340 Unterstützerunterschriften.

"Alles in allem in hat es noch keine 2000 Unterschriften gegeben, ein paar mehr für die Stadtratslisten als für die OB-Kandidaten", sagte am Mittwoch Steffen Schützwohl aus der städtischen Pressestelle. Zum genauen Stand der jeweiligen Unterschriften könne die Stadt keine Auskunft geben, um das Ergebnis nicht zu beeinflussen. "Ein Wahlvorschlag ist recht nah dran. Aber auch wenn er die erforderliche Zahl erreicht, müssen erst noch einmal alle Unterschriften überprüft werden, damit keine ungültigen oder doppelt abgegebenen Stimmen gewertet werden."

180 Unterschriften hatte seine Partei laut Fabian Dörner bis Mittwoch, ihn als OB-Kandidaten unterstützen 178 Bamberger. "Es ist wirklich schwer, die Leute dazu zu bringen, ins Rathaus zu gehen. Könnten die auf der Straße unterschreiben, hätten wir das in drei Tagen geschafft." Kälte und Konkurrenz durch die anderen Unterschriftenjäger machten das Geschäft nicht einfacher. Für den Endspurt hat sich Dörner noch ein paar Aktionen ausgedacht, um vielleicht doch noch die hohe Hürde nehmen zu können. "Wer will, dass wir ins Rathaus kommen, müsste jetzt wirklich aktiv werden."

Noch Zeit bis zum 3. Februar

Vor dem Rathaus am ZOB wirbt derweil Thomas Kellermann für sich und seine Gruppierung Bambergs Mitte: "Mir fehlen noch 60, aber unsere Liste steht besser da", sagt der OB-Kandidat, der jeden Tag vier Stunden lang Passanten anspricht. Er witzelt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit den Wahlwerbern von Volt. "Wir haben jetzt gut 200 Stimmen, aber in den letzten Tagen noch einmal echt gut zugelegt", sagt Johanna Brünker, deren Mann Hans-Günther für Volt Oberbürgermeister werden möchte. "Wenn die Wähler mehrere Parteien unterstützen könnten, hätten wir es leichter." Sie sammle hier jeden Tag wertvolle Erfahrungen, auch wenn es für Volt und die anderen schwer werde und gelegentlich auch Politikverdrossene ihren Unmut abluden. "Man kann nicht oft genug betonen, wie wichtig Bürgerbeteiligung ist", sagt Brünker. Ein paar Meter weiter hat Paul Loeper aus dem Volt-Bundesvorstand gerade eine junge Frau zur Unterschrift bewegt: "Ich bin echt happy, das war die Erste heute." Besser soll es in den vergangenen Tagen am Stand der ÖDP gelaufen sein, die wohl viele Unterschriften sammeln konnte. Aber das Ziel von 340 Unterstützern hat laut Steffen Schützwohl noch keiner erreicht. Die Frist für die Unterschriften endet am 3. Februar um 12 Uhr.

Für die Wahl zum Landrat bleibt es derweil bei sechs Bewerbern (Johann Kalb (CSU), Andreas Schwarz (SPD), Bernd Fricke (Grüne), Marco Strube (FDP), Tobias Sieling (ÖDP) und Bruno Kellner (FW). Dafür kam kurz vor Schließung des Wahlamtes noch eine weitere Liste hinzu: Neben CSU, SPD, FW/ÜWG, Grüne/AL, BBL, FDP, ÖDP und Linke wird nun auch die AfD bei der Kreistagswahl antreten.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren