Bamberg

Er spielt mit Licht und Feuer

In dieser Woche stellen wir in unserer Künstlerserie Kaa vor, der mit bürgerlichem Namen Klaus Mayr heißt. Seine Jonglage- und Feuershows sind unter anderem bei "Bamberg zaubert" zu bewundern.
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Kaa ist seit 15 Jahren mit Jonglage-, Lichter- und Feuershows zu sehen. Foto: Andie Mayr
Kaa ist seit 15 Jahren mit Jonglage-, Lichter- und Feuershows zu sehen. Foto: Andie Mayr

In der Serie "Bühne frei" präsentieren wir wöchentlich Theatergruppen, Einzelkünstler und sonstige Ensembles aus Stadt und Landkreis. Wenn Klaus Mayr auf die Bühne steigt, um Ringe oder Fackeln zu bändigen, heißt er Kaa.

Der Name bezieht sich tatsächlich auf die Schlange aus dem Film Dschungelbuch. Wie der Künstler, der ebenfalls der Interessengemeinschaft Freie Darstellende Künste angehört, ausführt, sind Schlangen grundsätzlich wandlungsfähig. Und "Kaa" scheitere "auf eine besonders bezaubernde kunstvolle Art", zudem nutze sie das visuell-magische - das, was seine Kunst präge.

Was ist das Besondere an Ihren Auftritten?

Kaa: Ich gestalte als Solokünstler alles alleine, werde nur bei meinen Lichtershows im Vorfeld durch Grafiken meiner Frau unterstützt. Dadurch kann ich sehr flexibel sein und mich auf veränderte Rahmenbedingungen gut einlassen. Die Shows sind auch ständig in Veränderung, was es für mich selbst und das Publikum spannend macht.

Wie ist Ihre Leidenschaft für die darstellenden Künste entstanden?

Ich glaube nicht, dass das entsteht. Ich denke, das steckt in jedem von uns, es ist nur oft irgendwann mal durch die Angst sich zu blamieren, überdeckt worden.

Was sind Ihre aktuellen und anstehenden Projekte?

Die nächsten öffentlichen Auftritte in Bamberg werden am 23. Juni das Sommerfest zum Anlass 15 Jahre Welcome Kongresshotel und vom 19. bis 21. Juni Bamberg zaubert sein.

Ansonsten bin ich ständig dabei, Shows weiter zu entwickeln. Gerade bei den Lichter- und Feuershows ist auch die technische Entwicklung enorm, so dass es immer mehr Möglichkeiten gibt.

Welchen Bühnenmoment werden Sie nicht so schnell vergessen?

Es sind oft die überraschenden, kleinen Bühnenmomente, die mir und dem Publikum besonders in Erinnerung bleiben. Letztes Jahr stand ich bei Bamberg zaubert mit einem kleinen Jungen auf der Bühne, und hab mich gewundert, warum er auf das, was ich sage, nicht reagiert. Da ruft die Mutter rein, der spricht nur Griechisch. Darauf fange ich intuitiv an, mit ihm Englisch zu sprechen. Als ich gemerkt hab, was ich da für ein Blödsinn mache, in Verbindung mit der Mimik des Jungen, musste erst ich und dann das ganze Publikum lachen. So was kann man sich nicht ausdenken. Ein großartiger Moment.

Oder auch berührende Momente, wenn ein 10-jähriges Mädchen nach der Lichtershow zu mir kommt um mich zu buchen, wenn sie später einmal heiratet, und dies seit Jahren immer wiederholt.

Ansonsten bin ich sehr dankbar immer wieder tolle kreative Kollegen kennen zu lernen.

Wo wollen Sie in fünf Jahren stehen?

Ich würde mich freuen, wenn ich in fünf Jahren auf viele spannende Erfahrungen zurückblicken kann und sage, "das hätte ich nicht gedacht, gewünscht schon".

Die Fragen stellte Stefan Fößel.

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