Hallstadt
Ortsbeschreibung

Einkaufsmöglichkeiten und Kulturboden: Das alles hat Hallstadt zu bieten

Hallstadt ist so nah an Bamberg, dass es fast schon als Vorort zählt. In der Gemeinde gibt es eine gute Infrastruktur und viele Einkaufsmöglichkeiten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Marktscheune in Hallstaddt. Foto: Barbara Herbst
Marktscheune in Hallstaddt. Foto: Barbara Herbst
In unmittelbarer Nähe zu Bamberg bietet Hallstadt seinen Bürgern die Vorteile des Land- und Stadtlebens in einem Ort. Die Gemeindemitglieder profitieren von einer gut ausgebauten Infrastruktur und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Die Stadt gliedert sich in zwei Ortsteile mit insgesamt knapp 9000 Einwohnern auf: Hallstadt und das am Kreuzberg gelegene Dörfleins. Die Stadt befindet sich in den Mainauen und ist von einer satten Feldlandschaft umgeben.


Stadtgeschichte

Hallstadts Wurzeln gehen auf eine bäuerliche Siedlung in der Jungsteinzeit zurück. Erstmals wird der Ort in den 740er Jahren urkundlich erwähnt. Damals entstand auch der erste Bau der Hallstadter St. Kilians-Kirche. Erst 200 Jahre später gehen die Stadt und die Hallstadter Pfarrei in den Besitz des Bistums Bamberg über. Seither gehört Hallstadt zum Landkreis Bamberg und erlebt eine ereignisreiche Geschichte.

Der Ort wurde Schauplatz grausamer Hexenverbrennungen, fiel der Pest zum Opfer und erfuhr große Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Auch die beiden Weltkriege gingen nicht ereignislos an der Stadt vorüber, dennoch konnte Hallstadt seinen historischen Stadtkern und den Großteil seiner Bürgerhäuser erhalten. Erst 2017 wurden im Zuge archäologischer Ausgrabungen mittelalterliche Relikte auf dem Marktplatz der Stadt gefunden. Die Archäologen entdeckten einen gepflasterten Weg und menschliche Gebeine, die Hinweis auf das mittelalterliche Leben in der Stadt geben.


Sehenswürdigkeiten

Als älteste Stadt Oberfrankens hat Hallstadt so einiges so bieten. Zahlreiche alte Fachwerkhäuser im Ortskern laden zu einem Spaziergang durch das Städtchen ein. Ein Exemplar ist das ehemalige fürstbischöfliche Zollhaus in der Bahnhofstraße. Ursprünglich beherbergte das Haus eine Bäckerei und ein Wirtshaus, erst später wurde es zum Zollhaus und Ort, der Vereinnahmung von Wegegeldern.

Außerdem sind in Hallstadt zwei Schlösschen und ein von Fürstbischof von Seinsheim erbautes Siechhaus zu besichtigen. Neben zahlreiche Profanbauten finden sich in Hallstadt auch zwei Sakralbauten. Die Annakapelle war zunächst ein einfaches Holzgebäude, das mehrere Male umgebaut, zerstört und neu errichtet wurde. 1703 entstand die Annakapelle in ihrer heutigen Form, die erst kürzlich vollständig saniert und wieder gangbar gemacht wurde. Die Hallstadter lieben ihre kleine Kapelle und feiern sie jährlich mit dem weithin bekannten Annafest.

Ebenfalls auf ein Holzgebäude geht die Kilianskirche in Hallstadt zurück. In mehreren Bauphasen entstand eine spätgotische Hallenkirche mit drei Schiffen und einem Glockenturm. Glanzpunkte der später im Innenraum barockisierten Kirche sind die zwölf Schlusssteine im Deckengewölbe und der zauberhaft schöne Marienaltar. Die Hallstadter Kirche verfügt über einen reichen Kirchenschatz, der unter anderem Reliquien, ein Rauchfass aus Silber und diversen Silberschmuck umfasst.


Leben in Hallstadt

Hallstadt ist Standort des größten zusammenhängenden Gewerbegebiets in Bayern und mit den ortsansässigen Firmen Brose, Josef Leicht und Michelin ein bedeutender Wirtschaftsstandpunkt. Zusätzlich wird in Hallstadt auch der landwirtschaftliche Sektor noch aktiv betrieben. Die Stadt ist jedoch nicht nur als Anlaufstelle für Berufstätige beliebt, auch junge Familien und Senioren genießen das Leben in Hallstadt.

Hallstadt ist an das Stadtbusnetz der Stadt Bamberg angebunden und verfügt über einen eigenen Bahnhof. Zahlreiche Einrichtungen für Kinder sorgen für ein reges Familienleben. Vor Ort finden sich Kindergärten, ein Kinderhort, Schulen und ein Kinderhaus der AWO. Ein Sportplatz und viele Spielplätze laden zum Toben ein. Das Engagement der Hallstadter zeigt sich an der Vielzahl der Vereine und den Freiwilligen Feuerwehren von Hallstadt und Dörfleins. Für einen Hauch Großstadtflair sorgt der neu etablierte Kulturboden in der Marktscheune Hallstadt, wo sich nationale Stars, Musiker und Comedians die Klinke in die Hand geben. Außerdem werden die Räumlichkeiten für private und öffentliche Veranstaltungen vermietet.

von Vanessa Höfner
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren