Bamberg

Eine Reise zu Walther von der Vogelweide

Tanja Kinkel und die Capella Antiqua Bambergensis nahmen das Publikum in der Aula des Franz-Ludwig-Gymnasiums mit auf eine musikalische Lesung.
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Tanja Kinkel (Zweite von links) mit der Capella Antiqua Bambergensis in der Aula des Franz-Ludwig-Gymnasiums Foto: Ronald Rinklef
Tanja Kinkel (Zweite von links) mit der Capella Antiqua Bambergensis in der Aula des Franz-Ludwig-Gymnasiums Foto: Ronald Rinklef
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Beide Männer gehören wohl mit zu den bekanntesten und mit zahlreichen Legenden belegten Figuren des Mittelalters. Der englische König Richard Löwenherz und der Minnesänger Walter von der Vogelweide, treffen im Roman "Das Spiel der Nachtigall" (erschienen bei Knaur) in einer Schenke bei Wien aufeinandertreffen. Das bietet reichlich Stoff für den über 900-seitigen historischen Roman, in dem wie in diesem Genre üblich, geschichtlich Verbürgtes und Erfundenes miteinander verwoben werden.

Mittelalter in der Schulaula

Für das Bamberger Literaturfestival holten die Veranstalter diese mittelalterliche Schenke am Samstagabend in die wunderschöne und gut besuchte Aula des Franz-Ludwig-Gymnasiums, wo die Lesung der Autorin und Schirmherrin des Festivals, Tanja Kinkel, aus ihrem Roman immer wieder unterbrochen wurde durch mittelalterliche Musik der Capella Antiqua Bambergensis. Wobei es sich bei den Klängen der Capella natürlich nicht um Unterbrechungen, sondern um Untermalungen, um eine Begleitung handelte, die man sich wunderbar in der von Kinkel beschriebenen mittelalterlichen Schenke-Szene vorstellen könnte. Oder zumindest in unsere heutige Vorstellung des Mittelalters.

Und so ließ sich das Publikum gerne auf eine, wie es in der Ankündigung hieß, "literarisch-musikalische Reise in die Zeit von Richard Löwenherz und Walter von der Vogelweide" mitnehmen und genoss für gut eineinhalb Stunden sichtlich die Musik, die wie aus einer anderen Zeit herüberzuwehen schien und gleichzeitig so vertraut und modern war, dass man sich gerne in ihr verlor.

Tanja Kinkel wiederum las nicht nur, sie verkörperte die einzelnen Figuren gleichermaßen so, als würde man einem Hörbuch lauschen und so mancher im Publikum hätte wohl dem Ganzen noch etwas länger zugehört.

Zu Beginn hatten Schulleiter Rainer Herzing das Publikum begrüßt und darauf hingewiesen, dass "Bildungshunger und Wissensdurst keine Dickmacher" seien, während für das Bamberger Literaturfestival Klaus Stieringer an die Anfänge der Veranstaltung erinnerte und daran, dass die Idee ursprünglich von Paul Maar ausgegangen sei.

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