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Breitengüßbach
Pläne

Eine neue Wasserwachtstation - oder sanieren?

Rund 354.000 Euro würde eine neue Wasserwachtstation in Breitengüßbach kosten. Für das Projekt gäbe es Fördermittel aus dem Leader-Programm. Der Gemeinderat will noch mal überlegen.
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25 Meter lang und 5,50 Meter breit, zum See hin  geöffnet, mit großen Fenstern und einer überdachten Veranda: So könnte  ein neues  Wasserwachthaus in Breitengüßbach aussehen. Planskizze: Architekturbüro Eichler
25 Meter lang und 5,50 Meter breit, zum See hin geöffnet, mit großen Fenstern und einer überdachten Veranda: So könnte ein neues Wasserwachthaus in Breitengüßbach aussehen. Planskizze: Architekturbüro Eichler
Nach einem Brandschaden im Jahr 2011 soll das Haus der Wasserwacht am Breitengüßbacher Baggersee wieder hergerichtet werden. Gemeinsam mit der Breitengüßbacher Wasserwacht hatten Architekt Christian Eichler und die Gemeindeverwaltung Überlegungen angestellt, die Wasserwachtstation neu zu bauen und eine Raststation für Fahrradfahrer zu integrieren.

Erster Bürgermeister Reiner Hoffmann (UBB) erläuterte in der Sitzung des Gemeinderats, dass dieses Projekt aus Mitteln des EU-Förderprogrammes "Leader" mitfinanziert werden kann. Nach einem Vorentwurf des Architekten soll das Haus in nordwestlicher Richtung versetzt auf einem Sockel entstehen, damit es vor Hochwasser geschützt ist. Für das Team der Wasserwacht sind ein großer Aufenthaltsraum, ein Erste-Hilfe-Raum, ein Trocken- sowie ein Lagerraum vorgesehen. Für die Fahrradraststation sind neben Toiletten - darunter auch eine behindertengerechte - eine Dusche sowie ein überdachter Rastplatz eingeplant.

Das Gebäude selbst wurde mit 25 Meter Länge und 5,50 Meter Breite geplant, zur Bundesstraße 4 geschlossen, zum See geöffnet mit großen Fenstern und einer überdachten Veranda. Um das Haus in die Umgebung zu integrieren, hatte der Architekt es im Entwurf mit Holz verkleidet und sich dabei an der Schiffsbauarchitektur orientiert - mit einer von einer Reling umgebenen Veranda.

Vorentwurf ist eine Studie


Er betonte, dass es sich bei diesem Vorentwurf um eine Studie handelt, um erst einmal Anhaltspunkte für Größe und Kosten zu gewinnen. Die Gemeinde wird mit etwa 354.000 Euro für den Neubau rechnen müssen. Der Architekt machte deutlich, dass nicht viel Möglichkeiten einer Kostenreduktion gegeben sind, ohne die Räume für die Wasserwacht stark zu verkleinern.

Einige Gemeinderäte sahen Probleme bei der Holzverkleidung des Hauses, denn sie befürchteten viele Instandhaltungsmaßnahmen durch Vandalismus. Manfred Herl (SPD) schlug vor, das Haus zum Beispiel auch einer Jugendgruppe zur Verfügung zu stellen, um die Wasserwacht bei der Überwachung des Gebäudes zu entlasten.
Für die Abwasserentsorgung ist eine Kleinkläranlage vorgesehen.

Altes Gebäude liegt zu tief


In den Raum gestellt wurde aber auch der Anschluss an die etwa 150 Meter entfernte Kläranlage; allerdings müsste der Kanal unter den Mains hindurch verlegt werden. Auch über die Nutzung des alten Gebäudes der Wasserwacht wurde nachgedacht. Allerdings liegt es nicht hoch genug, um vor Hochwasser sicher zu sein.
Für Hubert Dorsch (CSU) ist das geplante Gebäude "eine Nummer zu groß". Er plädierte dafür, das bestehende Haus zu sanieren.

Schließlich wurde die Entscheidung vertagt; die Gemeinderäte waren sich einig, erst einmal darüber nachzudenken, ob sie so viel Geld ausgeben wollen. Für die anstehende Entscheidung soll auch der Anschluss an die Kläranlage überprüft und die Kosten geschätzt werden. Nach Angaben des Bürgermeisters sind für den Haushalt 2013 bereits 150.000 Euro für das Gebäude eingeplant.

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