Staffelbach

Eine Lagerhalle am Staffelbacher Ortseingang?

In Staffelbach möchte eine ortsansässige Firma ein 35 Meter langes Gebäude errichten. Grundsätzlich hat der Gemeinderat nichts dagegen, allerdings fordert man hier eine entsprechende Begrünung.
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In dem Bereich links im Bild soll die Lagerhalle entstehen, im Hintergrund der Ortseingang Richtung Stettfeld. Foto: Joachim Karl
In dem Bereich links im Bild soll die Lagerhalle entstehen, im Hintergrund der Ortseingang Richtung Stettfeld. Foto: Joachim Karl
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Ungewöhnlich lange für eine Bauvoranfrage befasste sich der Gemeinderat in seiner Dienstags-Sitzung mit dem Ansinnen eines Staffelbacher Metallbaubetriebes, der hier am westlichen Ortseingang eine Halle errichten möchte. Dies warf zugleich mehrere Fragen auf: Eine davon betraf die Möglichkeit weiterer Ansiedelungen von Gewerbebetrieben, die andere betraf das Thema Eingrünung. Schließlich würden im Unterhaider Gewerbegebiet - von nur ganzen wenigen Ausnahmen abgesehen - die im dortigen Bebauungsplan vorgegebenen Begrünungsmaßnahmen nicht eingehalten.

Nicht ganz so einfach sei die Behandlung der Bauvoranfrage aus Staffelbach, stellte Erster Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) bei deren Behandlung fest. Das Vorhaben solle schließlich im Ortsteingangsbereich, konkret in dem aus Richtung Westen und damit von Stettfeld kommend, verwirklicht werden.
Einem damit sensiblen Bereich, wie Joneitis deutlich zu machen versuchte.

35 Meter lang, 8 Meter breit

Gleich neben dem Bahnkörper soll nach Wunsch des Antragstellers auf dessen über 800 Quadratmeter großen Gelände eine etwa 35 mal 8 Meter große und rund 5 Meter hohe Lagerhalle entstehen. In einem Gebiet, in dem es keinen geltenden Bebauungsplan gibt. Grundsätzlich zustimmungsfähig wäre das Vorhaben schon, so Joneitis. Er machte zugleich deutlich, dass man wohl auch eine "etwas sanftere Lösung", als den doch markanten Baukörper anstreben sollte, damit sich alles an dieser exponierten Stelle etwas besser einfüge.

Das Projekt sei sicherlich nicht das, was man sich unter angepasster Planung vorstelle, merkte Claus Reinhardt (SPD) zu dem Vorhaben an. Vielleicht sei hier ja was mit einem Grünkonzept zu machen, stellte er dazu in den Raum. Und "gestalterisch ist hier schon noch was nachzubessern." Herbert Ramer (UBV) meinte mit Blick auf die Blicksituation "es würde alles verschwinden". Mit dem Baukörper selbst habe er keine Probleme. Aber Grün sollte hier stärker eingeplant werden.

Mit der Halle sähe alles schöner aus befand Ernst Ringel (CSU), es sehe an dieser Stelle aufgeräumter aus und de Halle würde womöglich auch als Lärmschutz fungieren. Er meinte damit Lärmschutz in Bezug auf die daran vorbeiführende Bahngleise.

Genau hierdurch könnten sich möglicherweise Probleme ergeben , warf Bürgermeister Joneitis ein. Er spielte damit auf den Faktor Abstandsflächen an. Denn bei der Nähe zu den Gleisen könnte es sich dann um Grenzbebauung handeln. Wie die Deutsche Bahn die Sache sehe, sei bis jetzt noch nicht geklärt.

Baumbestand erhalten

Dass er grundsätzlich nichts gegen die Halle hat, zeigte auch die Äußerung Roland Hartliebs (CSU). Er empfahl im Vorfeld die Zufahrtsregelung zu klären und sprach sich zudem für einen kontrollierten Erhalt des Baumbestandes aus.

Dies nahm Hartlieb zum Anlass, um Grundsätzliches zur Grünordnung im Gewerbegebiet Unterhaid anzumerken. Wenn man schon überzogene Dinge fordere, solle man sich an die eigene Nase fassen. In Unterhaid gäbe es ganz andere Auflagen, die von keinem, bis auf einen, eingehalten werden, so Hartlieb.

Hartlieb lenkte aber auch den Blick auf den Umstand, dass es für Gewerbebetriebe in Unterhaid keine Möglichkeiten der Ansiedelung mehr gibt. Das gut 9 Hektar große Gebiet, das hier seit 15 Jahren existiert, ist mit seinen 16 Betrieben voll belegt.

Im Flächennutzungsplan, so ergab die Nachfrage bei der Verwaltung sind derzeit keine weiteren Flächen explizit für die Ansiedlung von Gewerbe vorgesehen. So weit liege man doch gar nicht auseinander, befand dazu Bürgermeister Joneitis schließlich auf die Äußerungen Hartliebs. Es gehe bei dem Antrag ja nur um das Nacharbeiten, was die Begrünung anbelange, im Übrigen handele es sich um eine Bauvoranfrage.

Er stellte dann den Beschluss zur Abstimmung, wobei das Gremium der Voranfrage geschlossen das gemeindliche Ok, also Einvernehmen erteilte. Dies allerdings mit der Maßgabe, dass eine entsprechende Begrünung der Halle, beziehungsweise des Grundstücks erfolgen müsse.

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