Buttenheim
Großbaustelle

Eine "epochale Maßnahme"

Mit dem Umbau der Kreuzung am Ortsrand von Buttenheim zu einem Versatz kann der Verkehr nun entzerrt werden.
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Nur noch Rest- und Markierungsarbeiten sind nötig, aber schon jetzt wurde der verkehr auf der Kreuzung der Haupt-/Staatsstraße 2260 mit der Kreisstraße BA 8 und der Gemeindeverbindungsstraße nach Ketschendorf freigegeben. Foto: Barbara Herbst
Nur noch Rest- und Markierungsarbeiten sind nötig, aber schon jetzt wurde der verkehr auf der Kreuzung der Haupt-/Staatsstraße 2260 mit der Kreisstraße BA 8 und der Gemeindeverbindungsstraße nach Ketschendorf freigegeben. Foto: Barbara Herbst
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Eigentlich ging es zunächst nur um den Lückenschluss eines Radweges zwischen Dreuschendorf und Buttenheim. Weil man ihn aber nicht so einfach über eine von alters her verkorkste Kreuzung bei der Rothmühle führen konnte, erwuchs daraus eine Großbaustelle, die 1,8 Millionen Euro verschlang: Jetzt wurde am Ostrand von Buttenheim der Verkehr auf der Kreuzung der Haupt-/Staatsstraße 2260 mit der Kreisstraße BA 8 und der Gemeindeverbindungsstraße nach Ketschendorf freigegeben.

Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) schwärmte von einer "epochalen Maßnahme" für die Marktgemeinde. Und auch Landrat Johann Kalb (CSU), der das Projekt noch als Buttenheimer Bürgermeister 2007 durch einen Förderantrag für den Radwegebau an die Regierung von Oberfranken ins Rollen gebracht hatte, war über die Vollendung erleichtert: "Dass ich das noch erlebe ...", gestand er, bevor er zum Durchschneiden des Sperrbandes schritt.

Die Verkehrssituation in dem Kreuzungsbereich war den Behörden und Verantwortlichen längst ein Dorn im Auge: Da kein Geh- und Radweg vorhanden war, mussten Fußgänger und Radfahrer an dieser kritischen Stelle die Fahrbahn benutzen. Dabei waren sie erheblichen Gefahren ausgesetzt, erinnerte Uwe Zeuschel, der Leiter der Abteilung Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Bamberg. Er war zuvor bei der Regierung von Oberfranken mit dem Förderantrag befasst.

Weil aufgrund der schiefwinkligen Einmündungen, der unzureichenden Sichtverhältnisse und des Fehlens von "Tropfen" (Aufweitungen) an den untergeordneten Straßenästen immer wieder brenzlige Situationen und Unfälle im Kreuzungsbereich zu verzeichnen waren, entschloss man sich zur großen Lösung. Mit dem Umbau der Kreuzung zu einem Versatz kann der Verkehr nun entzerrt und die Sicht verbessert werden.

Die Anlage des Geh- und Radweges und der Einbau von Querungshilfen erhöht die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Es entstand ein insgesamt 3,25 Meter breiter kombinierter Geh- und Radweg (einschließlich eines 0,75 Meter breiten Schutzstreifens zur tiefer liegenden Fahrbahn). Östlich der Kreuzung werden die schwächsten Verkehrsteilnehmer durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Uwe Zeuschel bat die Kraftfahrer, auf der frisch asphaltierten Straße, der noch die Fahrbahnmarkierungen fehlen, besonders vorsichtig zu fahren und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.

Langgehegter Wunsch

Gute Fahrt wünschten auch Bürgermeister und Landrat. Für beide ging ein langgehegter Wunsch in Erfüllung, ebenso wie für alle Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich des Landkreises. Karmann und Kalb wollen sich nun dafür einsetzen, dass nächstes Jahr der zweite Bauabschnitt, der Ausbau der Straße Richtung Dreuschendorf, begonnen und abgeschlossen wird. Denn, so der Landrat: "Wer dort über 80 fährt, landet im Graben!"

Der Bürgermeister und der Landrat richteten Dank an den Freistaat Bayern, der allein 760 000 Euro für den Ausbau der Staatsstraße zahlte. Zudem erhielten der Landkreis Bamberg und Markt Buttenheim eine staatliche Förderung von 65 Prozent auf ihren Kostenanteil. Und für den Bau des Rad- und Gehweges wurden der Marktgemeinde noch 72 Prozent der förderfähigen Kosten nach dem Finanzausgleichsgesetz erspart.

Karmann dankte zudem für die Abtretung der erforderlichen Grundstücksflächen und den Nachbarn der Baustelle für ihr Verständnis.

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