Strullendorf
Rathaus-Einbrüche

Nach Einbrüchen ins Strullendorfer Rathaus: 20-jähriger Tatverdächtiger festgenommen

In den Nächten von Samstag und Mittwoch wurde ins Strullendorfer Rathaus eingebrochen, beide Male wurden mehrere Räume verwüstet. Nun gelang der Bamberger Polizei der Durchbruch: Ein 20-Jähriger gilt als dringend tatverdächtig.
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Nach zwei Einbrüchen ins Strullendorfer Rathaus (Landkreis Bamberg) nahm die Polizei am Mittwoch einen Tatverdächtigen fest. Symbolfoto: Silas Stein/dpa
Nach zwei Einbrüchen ins Strullendorfer Rathaus (Landkreis Bamberg) nahm die Polizei am Mittwoch einen Tatverdächtigen fest. Symbolfoto: Silas Stein/dpa

Die Täter kamen in der Nacht zum Samstag (24. November) und hinterließen eine Spur der Verwüstung im Strullendorfer Rathaus. Sie hebelten die Eingangstür mit Gewalt auf, schmissen Papier aus dem Fenster, kritzelten die Wand voll, warfen Stühle um, beschädigten Computertastaturen und den Aufzug.

Festnahme nach Einbrüchen in Rathaus

Nachdem am Mittwoch ein zweites Mal in das Strullendorfer Rathaus eingebrochen wurde, gelang es der Polizeiinspektion Bamberg-Land nun, einen dringend Tatverdächtigen zu ermitteln. Ein 20-Jähriger wurde noch am Mittwoch festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ der Ermittlungsrichter gegen den Mann Haftbefehl. Er ist derzeit in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht.

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Bei beiden Einbrüchen hatte der Täter eine Spur der Verwüstung im Rathaus hinterlassen. "Das ist im Wesentlichen Vandalismus", sagt Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) dazu. Erst ein Passant hatte am Samstag um 4 Uhr morgens bemerkt, dass am Rathaus die Fenster offen standen und Licht brannte.

Zwar war der Tatverdächtige nur in die offenen Räume gekommen, dennoch soll sich der Sachschaden auf mehrere tausend Euro belaufen - gestohlen worden scheint dafür nahezu nichts zu sein: "Bis auf einen Stempel ist so weit nichts weggekommen", erklärt Desel. Seinen Worten zufolge waren die Angestellten noch am Montag damit beschäftigt, wieder alles zu sortieren und mühsam in Ordnung zu bringen.

Wer hat das Handy in Strullendorf gefunden?

Desel ruft mögliche Zeugen dazu auf, sich bei der Gemeinde oder der Polizei zu melden. Jeder Hinweis könne helfen (Kontakt zur Polizei: siehe unten). Am Montag fanden die Gemeindemitarbeiter auch ein Smartphone der Marke Sony mit hellgrüner Schutzhülle im Briefkasten des Rathauses. Die Polizei schließt nicht aus, dass dieses Handy im Zusammenhang mit dem Einbruch stehen könnte.

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Anscheinend ist es im Umfeld des Gebäudes gefunden worden. Nun bitte die Polizei, dass sich der ehrliche Finder meldet. Die Ermittler erhoffen sich von seinen Angaben wertvolle Hinweise, die zur Klärung des Falles beitragen könnten.

Mehrere Einbrüche im Raum Bamberg

Neben dem Strullendorfer Fall waren allein im November Einbrüche in Ebrach, Priesendorf, Rattelsdorf, Reckendorf, Scheßlitz, Stegaurach und Zapfendorf begangen worden. Wobei es in Zapfendorf nur beim Versuch blieb. In Rattelsdorf und in Reckendorf waren Unbekannte in Feldscheunen eingestiegen. Meist lag auch hier der Sachschaden deutlich über dem Entwendungsschaden.

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Trotz der jüngsten Fälle: "Es sind bisher etwas weniger Einbrüche als im vergangenen Jahr", ordnet Markus Dotterweich, Sprecher der Inspektion Bamberg-Land, die derzeitige Tendenz ein. Allerdings habe die dunkle Jahreszeit erst begonnen. Somit ruft die Polizei zur Wachsamkeit auf. Jeder noch so kleine Hinweis könne ein Mosaikstein sein, um Einbrecher zu überführen, sagt Dotterweich. "Lieber einmal zu viel anrufen", so sein Tipp. Das gilt auch für verdächtige Wahrnehmungen im Strullendorfer Fall.

Kontakt zur Bamberger Polizei

Die Polizeiinspektion Bamberg-Land bittet im Fall des Einbruchs in das Strullendorfer Rathaus um Hinweise. Wer verdächtige Personen und Fahrzeuge im Umfeld des Rathauses wahrgenommen hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0951/9129310 zu melden.

Die oberfränkische Polizei gibt folgende Infos zum Schutz vor Einbrechern:

Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück und sprechen Sie diese an.

Sorgen Sie dafür, dass in Mehrfamilienhäusern die Hauseingangs-, Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind. Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen. Auch wenn Sie Ihr Haus nur kurzzeitig verlassen, schließen Sie leicht zugänglich Fenster und ziehen Sie die Türe nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie diese immer zweifach ab. Betreuen Sie die Wohnung länger abwesender Nachbarn, indem Sie zum Beispiel den Briefkasten leeren. Es geht darum einen bewohnten Eindruck zu erwecken. Rollläden sollten zur Nachtzeit - und keinesfalls tagsüber - geschlossen werden. Schließlich wollen Sie ja nicht schon auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren. Alarmieren Sie bei Gefahr und in Verdachtsfällen sofort Ihre Polizei über Notruf 110.

Weitere Infos sowie die Erreichbarkeit der kriminalpolizeilichen Fachberater in Oberfranken finden Sie hier.

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